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Ukraine-News am Donnerstag: Putin ordnet 36-stündige Feuerpause an

January 05
18:48 2023

Über das orthodoxe Weihnachten sollen laut Kremlchef Putin wohl die Waffen ruhen. Zuvor hatte Patriarch Kyrill eine Feuerpause vorgeschlagen, Selenskyj-Berater Podoljak nannte das »eine zynische Falle«. Die News.

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Putin ordnet Feuerpause über orthodoxe Weihnachten an

16.20 Uhr: Angesichts des bevorstehenden orthodoxen Weihnachtsfests hat Russlands Präsident Wladimir Putin eine anderthalbtägige Feuerpause in der Ukraine angeordnet. Putin wies das russische Verteidigungsministerium an, von Freitagmittag bis in die Nacht auf Sonntag die Kampfhandlungen im Nachbarland einzustellen, wie aus einer Kreml-Mitteilung vom Donnerstag hervorgeht. Zuvor hatte der Moskauer Patriarch Kyrill bereits eine Feuerpause vorgeschlagen, Kiew den Vorschlag aber zurückgewiesen. »Es ist eine zynische Falle und ein Element der Propaganda«, schrieb der Berater im Präsidentenbüro, Mychajlo Podoljak, im Kurznachrichtendienst Twitter .

Die russisch-orthodoxe Kirche sei auch keine Autorität in der weltweiten Orthodoxie und trete lediglich als »Kriegspropagandist« auf. Podoljak unterstellte dem Moskauer Patriarchat Aufrufe zum Genozid an den Ukrainerinnen und Ukrainern.

Ukrainische Kirchen: Staat übernimmt Teile des Kiewer Höhlenklosters

15 Uhr: Im Streit um die orthodoxen Kirchen hat die Ukraine die Verwaltung von zwei Hauptkirchen des Kiewer Höhlenklosters wieder übernommen. »Das ukrainische Heiligtum soll dem ganzen ukrainischen Volk dienen«, begründete Kulturminister Olexander Tkatschenko im Nachrichtenkanal Telegram den Vorgang. Zuvor sei nach einer Inventarisierung der Übergabeakt durch die lange Zeit mit Moskau verbundene ukrainisch-orthodoxe Kirche unterzeichnet worden. Der Nutzungsvertrag für die Kirche war im Dezember ausgelaufen.

Am Mittwoch hat die konkurrierende orthodoxe Kirche der Ukraine bekannt gegeben, dass ihr Metropolit Epifanij den Weihnachtsgottesdienst erstmalig in der Mariä-Entschlafens-Kathedrale im Höhlenkloster abhalten werde. Die osteuropäischen orthodoxen Kirchen feiern Weihnachten traditionell am kommenden Samstag.

Die orthodoxe Kirche der Ukraine war mit staatlicher Unterstützung 2018 gegründet worden. Die dem ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel (Istanbul) zugeordnete Kirche soll zur von Moskau getrennten Landeskirche werden. Die ukrainisch-orthodoxe Kirche hatte sich mit dem russischen Überfall auf die Ukraine im vergangenen Februar von Moskau losgesagt. Das zum Unesco-Weltkulturerbe und im Staatsbesitz befindliche Höhlenkloster wird von ihr seit dem Ende der Sowjetunion genutzt.

Belarus und Russland stocken gemeinsame Truppe auf

14.14 Uhr: Belarus und Russland stocken ihre Truppenzusammenlegung auf, wie das belarussische Verteidigungsministerium mitteilte. Das diene dem Schutz und der Sicherheit der Union von Russland und Belarus. Soldaten, Waffen und Spezialausrüstungen der russischen Armee würden weiterhin in Belarus ankommen. Zudem würden gemeinsame Übungen der Luftwaffe vorbereitet. Ein Datum oder weitere Details nannte das Ministerium nicht.

Erste russische Sträflinge angeblich nach Ukraine-Einsatz freigelassen

13.51 Uhr: Wenn man den Worten des Chefs der Söldnergruppe »Wagner« trauen darf, wurde eine erste Gruppe russischer Sträflinge nach Kampfeinsatz in der Ukraine begnadigt und freigelassen. »Sie haben Ihren Vertrag erfüllt. Sie haben ehrenhaft gearbeitet, mit Würde«, sagte Jewgeni Prigoschin in einem von der russischen Nachrichtenagentur Ria Nowosti verbreiteten Video. Darauf ist zu sehen, wie Prigoschin zu einer Gruppe teils verletzter Männer spricht, deren Gesichter nur verschwommen zu sehen sind.

Die Männer sollten von der Gesellschaft nach dem Abschluss ihres sechsmonatigen Vertrags »mit dem tiefsten Respekt behandelt werden«, fordert der Geschäftsmann Prigoschin im Video vor den Männern. Er ermahnt sie: »Trinken Sie nicht viel zu viel, nehmen Sie keine Drogen, vergewaltigen Sie keine Frauen, machen Sie keine Dummheiten.«

Bereits vor Monaten hat es Berichte gegeben, dass »Wagner« in russischen Gefängnissen Rekruten anwirbt – mit dem Versprechen, ihnen nach sechs Monaten Kriegsdienst die Freiheit zu schenken. Wenn Prigoschins Worte stimmen, hat die Rekrutierung von Häftlingen deutlich früher begonnen als bisher angenommen.

Hier ein Ausschnitt aus dem Video, den der Außenpolitikkorrespondent des »Wall Street Journal«, Yaroslav Trofimov, auf Twitter geteilt hat:

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