Ukraine-Krieg: Wladimir Putin trifft angeblich mit Alexander Lukaschenko in Minsk
Belarus ist der einzige Verbündete Russlands im Ukrainekrieg, trotzdem war Kremlchef Putin seit Jahren nicht in Minsk. Nun kündigt Diktator Lukaschenko ein Treffen an – schon am Montag.
Zuletzt wurde immer der belarussische Diktator Alexander Lukaschenko zu Treffen nach Russland zitiert – nun soll es erstmals seit drei Jahren einen Gegenbesuch geben. Der russische Präsident Wladimir Putin komme am Montag zu Gesprächen nach Minsk, meldet die Homepage des belarussischen Präsidenten. Vonseiten des Kremls gab es zunächst keine Bestätigung für den Termin.
Geplant sind laut Minsk sowohl ein Einzelgespräch als auch eine größere Gesprächsrunde mit Regierungsmitgliedern und Ministern. Es soll um Handelsbeziehungen und die wirtschaftspolitische Zusammenarbeit sowie um den Energiesektor gehen. Auch »Sicherheitsfragen« werde man »große Aufmerksamkeit« widmen und sich über die Lage der Region austauschen, heißt es.
Keine Verbündeten mehr – mit Ausnahme von Lukaschenko
Konkret dürfte es um den Ukrainekrieg gehen. Russland hat das gemeinsame Nachbarland vor gut zehn Monaten unter dem Vorwand überfallen, russischstämmige Menschen im Land vor angeblichen »Faschisten« schützen zu müssen. Trotz militärischer Übermacht konnte die russische Armee keine großen Landgewinne verzeichnen. Die Ukraine steht nun dennoch vor einem harten Winter: Große Teile der Infrastruktur wurden von Russland zerbombt.
Seit Kriegsbeginn wurden bis Anfang Dezember laut Zählungen des Uno-Hochkommissariats für Menschenrechte mindestens 6755 ukrainische Zivilisten getötet, darunter mindestens 424 Kinder.
International ist Russland seit dem Überfall weitgehend isoliert – mit Ausnahme von Diktator Lukaschenko. Der belarussische Machthaber ist von Putin politisch und wirtschaftlich abhängig. Zu Beginn der Invasion hat er der russischen Armee ermöglicht, über belarussisches Staatsgebiet auf die Ukraine vorzurücken.
Der Diktator stellt auch Militärstützpunkte für Angriffe auf die Ukraine zur Verfügung, weist aber den Vorwurf zurück, Kriegspartei zu sein.

