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Sturmtief “Elli” wirbelt weiter: Bahnverkehr im Norden bis Sonntag stark eingeschränkt

January 10
20:46 2026

Panorama

Sturmtief "Elli" wirbelt weiterBahnverkehr im Norden bis Sonntag stark eingeschränkt

10.01.2026, 14:57 Uhr

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Zahlreiche Menschen warten am Hauptbahnhof Hamburg. (Foto: picture alliance/dpa)

Die Folgen des Wintersturms "Elli" mit viel Schnee und Wind sind in weiten Teilen Deutschlands weiterhin zu spüren. Eigentlich sollte der in der nördlichen Hälfte des Landes ausgesetzte Fernverkehr ab Samstagmittag langsam wieder anrollen. Doch daraus wird erstmal nichts.

Der Fernverkehr der Deutschen Bahn in Norddeutschland bleibt infolge des Wintersturms "Elli" noch bis mindestens Sonntag stark eingeschränkt. "Schneeverwehungen machen bereits geräumte Gleise wieder unbefahrbar und weitere Räum- und Erkundungsfahrten nötig", erklärte die Bahn. "Weiterhin sind Weichen eingefroren und blockiert." Betroffen sind unter anderem die wichtige Nord-Süd-Strecke von Hamburg über Hannover nach Frankfurt sowie die Ost-West-Verbindung Berlin-Hannover-Ruhrgebiet, wie das Unternehmen auf seiner Website mitteilt.

Demnach können Reisende jedoch die Verbindung zwischen Hamburg und Frankfurt über Bremen und Köln nutzen. "Züge nach Hamburg über Fulda und Kassel enden in Frankfurt", hieß es auf der Website des Unternehmens. Und weiter riet die Bahn: "Bitte prüfen Sie, ob Sie Ihre Reise verschieben können."

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Die Bahn hatte den Fernverkehr im Norden am Freitagvormittag komplett eingestellt. Zunächst bestand nach Unternehmensangaben die Hoffnung, den Betrieb noch am selben Tag schrittweise wieder aufzunehmen. Dies wurde dann auf Samstagmorgen verschoben. Am Morgen hieß es dann, ab Mittag würden die ersten Fernzüge wieder auf der Strecke von Berlin über Hannover ins Ruhrgebiet fahren.

Daraus wurde nun auch nichts. Lediglich auf der Verbindung von Hamburg über Bremen nach Osnabrück und Nordrhein-Westfalen und Frankfurt sei der Betrieb ab Samstagmittag wieder aufgenommen worden, teilte die Bahn mit. Alle Fernverkehrsverbindungen über Hannover sowie weitere Strecken, etwa von Hamburg nach Kopenhagen und von Berlin nach Rostock, sollen nach Angaben der Bahn erst am Sonntag wieder starten.

Der Hamburger Hauptbahnhof ist für viele Reisende nun zum unfreiwilligen Aufenthaltsort geworden. Manche hatten es schon bis in den Zug geschafft – nur um kurz darauf wieder aussteigen zu müssen, berichten Fahrgäste der Bahn. Andere berichten von angespannten Situationen im ICE, wenn sie denn mitgenommen wurden. "Es war zunächst überhaupt extrem schwierig, in den Zug zu kommen, weil die Gleise überfüllt waren. Dann war der Gang im ICE extrem voll. So konnte der Zug dann nicht losfahren und es mussten wieder Menschen aussteigen. Es gab schon richtig Streit im Zug, weil keiner aussteigen wollte", sagt ein Fahrgast, der von Hamburg nach Göttingen fahren wollte.

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Sehr kalte Nacht erwartet

Ein Ende der winterlichen Verhältnisse ist noch nicht in Sicht. In der Nacht zum Sonntag wird es nach Angaben des RTL/ntv-Wetter-Teams beim Aufklaren in der eingeflossenen Polarluft klirrend kalt, mit teils sehr strengem Frost unter -15 Grad. Demnach zieht im Süden der Schneefall Richtung Alpen. Allgäu und Schwarzwald können bis morgen Früh noch 20 bis 30 cm Neuschnee bekommen. In den Niederungen sind es nur 0 bis 5 cm. Im Osten sollen die Schneeschauer derweil ins sächsische Mittelgebirge ziehen. Tagsüber werden die meisten dann mit Sonnenschein entschädigt, aber es kann ein paar Regionen mit zähem Nebel geben und es hält sich Dauerfrost, führen die Meteorologen von RTL/ntv weiter aus.

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In der nächsten Woche pumpen laut den Angaben atlantische Tiefs milde Luft nach Deutschland, anfängliche Schneefälle sollen dann in Regen übergehen. Unbeständiges Wetter stellt sich ein und in der Übergangsphase soll Glatteisregen ein Thema werden. In den östlichen Landesteilen setzt sich die Milderung laut den Wetterexperten nur zögerlich durch.

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