Selenskyj schwant Böses: Planen die USA und Russland Deal über 12 Billionen Dollar?
Politik
Selenskyj schwant BösesPlanen die USA und Russland Deal über 12 Billionen Dollar?
08.02.2026, 07:33 Uhr Artikel anhören(03:01 min)00:00 / 03:01
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Washington will Moskau offenbar mit einem weitgehenden Abkommen als wirtschaftlichen Partner gewinnen. Nach Kenntnis des ukrainischen Präsidenten Selenskyj soll der Umfang beträchtlich sein. Er befürchtet Nachteile für sein Land.
In der kommenden Woche steht ein nächstes direktes Gespräch zwischen Verhandlern der Kriegsparteien Russland und Ukraine an, in dieser Form erstmals in den USA, also wieder ein Dreier-Gespräch. Wie aus jüngsten Äußerungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hervorgeht, könnten indes bilaterale Gespräche zwischen den USA und Russland den Rahmen stecken für einen angeblichen Mega-Deal der beiden Länder von geopolitischer Bedeutung – und zulasten der Ukraine.
So erklärt Selenskyj unter Berufung auf eigene Geheimdienstquellen, die USA und Russland planten ökonomische Rahmenvereinbarungen in Höhe von 12 Billionen Dollar (rund 10,15 Billionen Euro). Selenskyj nennt dies das "Dmitrijew-Paket", in Anspielung auf den russischen Verhandler, Putin-Vertrauten und Investmentbanker Kirill Dmitrijew, wie die "Washington Post" und der "Kyiv Independent" berichten. Details zu Wirtschaftsabkommen seien ihm nicht bekannt, so Selenskyj, aber man erhalte eben Informationen dazu.
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Selensky zieht rote Linie
Die US-Position unter der Regierung Trump in den Verhandlungen um Krieg und Frieden hängt seit Monaten den ökonomischen Nutzen aus möglichen Abkommen hoch auf – insbesondere für die eigene wie für die russische Seite. Auch wird laut gängiger Einschätzung von Experten versucht, Russland aus einer Achse mit China zu lösen, das die USA als größten globalen Rivalen ansehen.
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Selenskyj sagte nun, dass es Anzeichen gebe, dass bei einigen dieser Abkommen auch Fragen eine Rolle spielen könnten, die die Ukraine betreffen – etwa bei den Themen Souveränität oder Sicherheit. "Wir stellen klar, dass die Ukraine keinerlei Abkommen unterstützen wird, die ohne unsere Zustimmung geschlossen werden, selbst wenn es sich nur um potenzielle Abkommen handelt", so der ukrainische Präsident.
Die USA und Russland haben sich bisher zu einem möglichen Rahmendeal konkret in dieser Höhe nicht geäußert. Bei den Verhandlungen zum Krieg spielen ökonomische Aspekte immer wieder eine Rolle, ob bilateral oder trilateral. Umstritten ist derzeit etwa eine mögliche zukünftige Verwaltung des AKW Saporischschja. Zentral ist auch der Umgang mit Rohstoffen – etwa aus von Russland eroberten Gebieten der Ukraine, aber auch aus Gebieten nahe der derzeitigen Frontlinie.

