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News zum Russland-Ukraine-Krieg: Das geschah in der Nacht zu Dienstag (5. September)

September 05
08:17 2023

Was in den vergangenen Stunden geschah

Der nach der Revolte der Wagner-Söldner im Juni offenbar in Ungnade gefallene russische General Sergej Surowikin soll erstmals wieder gesichtet worden sein. Die bekannte TV-Moderatorin Ksenia Sobtschak veröffentlichte ein Foto, das den General zu zeigen scheint und schrieb dazu: »General Sergej Surowikin ist draußen. Lebendig, gesund, zu Hause, bei seiner Familie, in Moskau. Das Foto wurde heute aufgenommen.«

Auch der prominente Journalist Alexej Wenediktow schrieb im Kurznachrichtendienst Telegram: »General Surowikin ist zu Hause bei seiner Familie. Er ist beurlaubt und steht dem Verteidigungsministerium zur Verfügung.« Die Nachrichtenagentur Reuters konnte die Angaben nicht überprüfen.

Surowikin war im August als Chef der russischen Luftwaffe durch Generaloberst Viktor Afsalow ersetzt worden. Surowikin, der sich beim Einsatz russischer Truppen im Bürgerkrieg in Syrien den Spitznamen »General Armageddon« erworben hatte, verschwand kurz nach dem Aufstand der Wagner-Söldner von der Bildfläche. Während der Wagner-Meuterei am 23. und 24. Juni war er in einem Video erschienen und hatte Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin zur Aufgabe aufgefordert.

Dabei schien er sich allerdings sichtlich unwohl zu fühlen und trug auch keine militärischen Rangabzeichen. US-Experten vermuten, dass Surowikin im Vorfeld von den Plänen der Wagner-Gruppe gewusst haben könnte. Medienberichten zufolge gab es Untersuchungen, ob der General in die Meuterei verwickelt war. Demnach soll Surowikin unter Hausarrest gestanden haben. Im Oktober vergangenen Jahres war der General Oberbefehlshaber der russischen Truppen in der Ukraine geworden. Aber schon im Januar wurde das Kommando auf Generalstabschef Waleri Gerassimow übertragen, Surowikin wurde dessen Stellvertreter. Über die Hintergründe der Entwicklungen gibt es keine gesicherten Erkenntnisse.

Der Wagner-Chef Prigoschin war am 23. August bei einem Flugzeugabsturz gestorben. Die Ursache ist noch offen, eine plausible Theorie wäre aber eine Vergeltungsaktion des Kremls.

Lesen Sie dazu hier eine ausführliche Analyse:

Das sagt Kiew

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat mitten in der laufenden Gegenoffensive unweit der Front die Gebiete Donezk und Saporischschja besucht. Er lobte dabei den Kampf der Soldaten zur Befreiung des Landes als »heldenhaft«. Er habe den ganzen Tag mit Soldaten verbracht, sagte Selenskyj in einer im Zug aufgenommenen Videobotschaft am späten Montagabend. Demnach besuchte er verschiedene Einheiten. Zu den genauen Orten machte er keine Angaben. Demnach wollte sich Selenskyj einen Überblick über den Zustand der Einheiten und über die Lage an der Front verschaffen.

Er habe sich von den Soldaten die Probleme vor Ort schildern lassen. Dabei seien auch die ungenügende personelle Ausstattung einiger Kampfverbände und ein Mangel an bestimmten Munitionstypen zur Sprache gekommen. Bei den Gesprächen sei es zudem um den Bedarf an Drohnen und Waffen zur feindlichen Drohnenabwehr sowie um logistische Aspekte gegangen. »Unsere Top-Priorität ist, ihre Bedürfnisse zu befriedigen«, teilte er in der Nacht zum Dienstag auch auf der Plattform X (vormals Twitter) mit.

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