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Nato-Verteidigungsminister zeigen sich entsetzt über Video mit Hamas-Gräueltaten

October 13
03:17 2023

Ermordete Kinder, verschleppte Mütter, gefolterte Senioren: Bei ihrem Angriff auf Israel verübte die Hamas abscheuliche Verbrechen. Das Ausmaß der Gräueltaten wurde sichtbar, als israelische Streitkräfte die zunächst überrannten Ortschaften und Kibbuzim wieder unter Kontrolle brachten.

Israels Verteidigungsminister Yoav Gallant hat seine Teilnahme am Treffen der Nato-Verteidigungsminister genutzt, um ihnen die Barbarei unmittelbar vor Augen zu führen. Laut Angaben von Diplomaten zeigte er Aufnahmen, die Angriffe auf israelische Zivilisten dokumentieren, darunter Kinder und sogar Säuglinge.

Teilnehmer sprachen von »grässlichen« und »schrecklichen« Bildern, die selbst die Verteidigungsminister – die an Bilder von Folgen von Gewalteinwirkung gewöhnt sein dürften – schockiert hätten. In manchen Passagen seien die Aufnahmen verschwommen gemacht worden, um die Würde der Opfer zu wahren, sagte jemand, der dabei war, als das Video gezeigt wurde. Auch Gallant selbst sei während seiner rund einstündigen Teilnahme an dem Ministertreffen teils emotional geworden.

»Israel steht nicht allein«, teilte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg nach der Sitzung mit Gallant mit. Bereits am Mittwoch hatte er gesagt, Israel habe das Recht, sich zu verteidigen. Die Nato gehe davon aus, dass die Antwort auf die Attacke der Hamas angemessen sein werde.

Deutschlands Verteidigungsminister hatte Israel zugesagt, zwei Kampfdrohnen vom Typ Heron TP zur Verfügung zu stellen . Israel hat laut Boris Pistorius auch um weitere Ausrüstung gebeten. Es gebe erste Anfragen »für Munition für Schiffe«, sagte er. Dazu werde man sich mit den Israelis austauschen. Zudem gebe es eine Anfrage nach umfangreichem Sanitätsmaterial. »Das werden wir jetzt zügig erledigen.«

Bundeskanzler Olaf Scholz sicherte Israel am Donnerstagvormittag im Bundestag die volle Unterstützung Deutschlands zu. »Unsere Solidarität erschöpft sich nicht in Worten«, sagte er im Bundestag. Er habe den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu gebeten, »in engem Kontakt zu bleiben und uns über jeglichen Unterstützungsbedarf zu informieren«. Dies gelte »zum Beispiel für die Versorgung Verwundeter. Aber auch andere Unterstützungsbitten Israels werden wir unverzüglich prüfen und auch gewähren«, sagte Scholz.

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