Nach tödlichem Luftangriff: Selenskyj: China lässt Russland Krieg führen
Politik

Die Zahl der Toten nach dem verheerenden russischen Luftangriff auf Kiew ist zuletzt auf mindestens 23 gestiegen.
Der ukrainische Präsident Selenskyj sieht beim Gegner Russland derzeit keinerlei Friedenswillen. Moskau greife alle an, die sich nach Frieden sehnten, sagt er nach einem der tödlichsten Luftangriffe seit Kriegsbeginn. Auch China macht er schwere Vorwürfe.
Nach dem schweren russischen Luftangriff mit mehr als 20 Toten in Kiew hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Moskau jeglichen Friedenswillen abgesprochen. "Dieser Schlag zeigt ganz klar, dass sich die Ziele Russlands nicht geändert haben", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft in Kiew.
"Russland greift derzeit alle Menschen auf der Welt an, die sich nach Frieden sehnen. Dies ist ein Schlag gegen die Ukraine. Dies ist ein Schlag gegen Europa", sagte der ukrainische Staatschef. "Dies ist auch ein Schlag Russlands gegen Präsident Trump und andere globale Akteure."

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Kritik an Führung in Peking
Moskau mache mit solchen Angriffen auch befreundete Länder wie China oder Indien zu Komplizen. Selenskyj kritisierte vor allem die Führung in Peking, die trotz vieler Erklärungen nichts für ein Ende des Kriegs tue. "Leider lässt China Russland Krieg führen – so sieht es aus", sagte er.
Nach dem nächtlichen Luftangriff, einem der schwersten in dreieinhalb Jahren Krieg, wurden in Kiew bis zum Abend 23 Tote gezählt. Der militärische Verwaltungschef der Hauptstadt, Tymur Tkatschenko sagte, dass in den Trümmern eines Wohnhauses vermutlich noch mehr Menschen verschüttet seien. Auch die EU-Vertretung in Kiew und das britische Kulturinstitut wurden beschädigt.
Quelle: ntv.de, kst/dpa