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Nach ergebnislosen Verhandlungen: Trump kündigt Blockade der Straße von Hormus an

April 12
20:36 2026

Politik

Nach ergebnislosen VerhandlungenTrump kündigt Blockade der Straße von Hormus an

12.04.2026, 15:09 Uhr

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Die Schifffahrt in der Straße von Hormus ist seit Beginn des Iran-Kriegs quasi zum Erliegen gekommen. (Foto: REUTERS)

Bislang sorgte der Iran dafür, dass seit Kriegsbeginn kaum ein Schiff die Straße von Hormus passieren konnte. Jetzt soll die US-Marine eine Blockade der Meerenge durchsetzen. Das kündigt US-Präsident Trump an. Dem Iran macht er schwere Vorwürfe und droht einmal mehr Gewalt an.

Nach dem vorläufigen Scheitern der Verhandlungen mit dem Iran hat US-Präsident Donald Trump eine baldige Seeblockade angekündigt. Die US-Marine werde allen Schiffen die Einfahrt in die Straße von Hormus oder das Verlassen der Meerenge versperren, teilte Trump auf der Plattform Truth Social mit. Die Drohung des Irans, die Meerenge könnte vermint sein, nannte er eine "Erpressung".

"Ich habe die Marine angewiesen, jedes Schiff in internationalen Gewässern aufzuspüren und abzufangen, das eine Gebühr an den Iran gezahlt hat", so Trump weiter. Niemand, der so eine "illegale Maut" gezahlt habe, werde auf hoher See eine sichere Durchfahrt erhalten. "Wir werden außerdem damit beginnen, die Minen zu zerstören, die die Iraner in der Meerenge verlegt haben. Jeder Iraner, der auf uns oder auf friedliche Schiffe schießt, wird in die Hölle geschossen!"

Auf Truth Social stellte der US-Präsident in Aussicht, dass auch andere Länder in die Blockade der Meerenge involviert sein werden. Welche genau, schrieb er nicht. Bei Fox News führte er aus, dass die Nato und zahlreiche andere Länder die USA in ihrem Vorhaben unterstützen werden. Unter anderem Großbritannien entsende Minensuchboote. Die USA selbst würden ebenfalls weitere Minensuchboote dorthin verlegen. Die Räumung der Meerenge werde nicht lange dauern. Verbündete am Golf leisteten bereits Hilfe. Der Staatschef kritisierte erneut das westliche Militärbündnis: Man müsse das Verhältnis zur Nato überprüfen. Sie sei nicht für die USA da gewesen.

Die Behauptung Trumps, dass zwei US-Schiffe die Meerenge zuletzt unbehelligt passieren konnten, bestätigte Teheran bislang nicht. Noch am Samstagabend wurden die iranischen Revolutionsgarden von iranischen Medien mit den Worten zitiert, es sei nur nicht-militärischen Schiffen erlaubt, die Straße von Hormus zu durchfahren. Die Erlaubnis gelte zudem nur unter spezifischen Bedingungen. Auf jeden Versuch, die Wasserstraße mit einem Kriegsschiff zu durchfahren, werde der Iran eine "starke Antwort" geben.

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Trump stellte auf Truth Social derweil klar, dass die Blockade, die "in Kürze" beginnen soll, wieder gelockert werden könne, sollte die Durchfahrt für alle Schiffe uneingeschränkt möglich sein. Er beendete seinen Post mit einer Drohung. Die USA seien voll einsatzbereit, wenn der richtige Moment gekommen sei, "und unser Militär wird das Wenige, was vom Iran noch übrig ist, endgültig vernichten!"

Die Straße von Hormus zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt, insbesondere für den globalen Ölhandel. Seit dem Beginn des Krieges zwischen Israel, den USA und Iran haben nur wenige Schiffe die Meerenge passieren können, was einen weltweiten Anstieg besonders von Energie- und Rohstoffpreisen auslöste. US-Präsident Trump hatte dem Iran ein Ultimatum gesetzt, den freien Schiffsverkehr wieder zu ermöglichen, und andernfalls mit Angriffen auf Kraftwerke und weitere Infrastruktur gedroht. Kurz vor Ablauf seiner Frist verständigten Washington und Teheran sich Mitte der Woche auf eine zweiwöchige Waffenruhe.

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Die Straße von Hormus war dann auch ein zentraler Punkt der Verhandlungen in Islamabad, wo am Wochenende eine dauerhafte Friedenslösung gesucht wurde. Die Gespräche endeten am frühen Morgen aber ohne Einigung. Ob die vereinbarte Feuerpause in der Region hält, ist offen. Der US-Präsident erklärte, die Verhandlungen in Islamabad seien "gut" verlaufen und es habe "Einigungen in den meisten Punkten gegeben" – allerdings nicht bei der Atomfrage.

Fox News sagte er, er gehe davon aus, dass der Iran an den Verhandlungstisch zurückkehren und alle Forderungen der USA erfüllen wird. Die Führung in Teheran habe die Gespräche nicht abgebrochen. Gegen Ende seien die Verhandlungen mit den Iranern "sehr freundschaftlich" gewesen. Wenn alles vorüber sei, könnten die Preise für Öl und Gas niedriger als derzeit sein.

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