Markus Söder (CSU) und Robert Habeck (Grüne) im Doppel-Interview
Icon: vergrößernParteichefs Markus Söder (l.), Robert Habeck: »Besser Kamel als Gorilla, oder?«
Foto: Peter Schinzler; Dominik Butzmann / DER SPIEGEL
SPIEGEL: Herr Habeck, Herr Söder, Schwarz-Grün mit Kanzler Söder und Vizekanzler Habeck: Albtraum oder Traum?
Söder: Herr Habeck, fangen Sie an.
Habeck: Ich dachte, Sie legen los. Aber gut. Es ist eine von mehreren rechnerischen Optionen und hat ganz sicher mit Traum nichts zu tun.
Söder: Ich glaube, dass Schwarz-Grün einen großen Reiz hätte, weil beide politischen Kräfte die ganz großen Fragen unserer Zeit im Blick haben, wie die Versöhnung von Ökologie und Ökonomie. Das wäre aktuell das interessanteste politische Angebot. Ob es so kommt, werden am Ende aber die Wählerinnen und Wähler entscheiden. Außerdem muss erst geklärt werden, wer für die Grünen antritt und wer für die Union.
SPIEGEL: Die Frage haben wir uns nicht selbst ausgedacht. Sie stammt aus einem Interview, das Gerhard Schröder und Joschka Fischer 1997 dem »Stern« gegeben haben. Damals sagte Schröder den legendären Satz, es müsse klar sein, dass der größere Partner Koch und der kleinere Kellner sei. Herr Habeck, würden Sie sich in der Rolle des Kellners wohlfühlen?

