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Krim-Brücke: Ukraine spricht von Spur nach Russland

October 09
02:16 2022

Wer ist für die Explosion auf der Brücke zur Krim verantwortlich? Der detonierte Laster kam aus Russland – »die Antworten sollten also dort gesucht werden«, behauptet Kiew. Bemerkenswert ist die Reaktion des Kreml.

Die Krimbrücke ist mehr als eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen der von Russland annektierten Halbinsel und dem russischen Festland. Sie ist ein Prestigeobjekt Wladimir Putins, nach der Annexion der Krim wurde sie im Eiltempo fertiggestellt.

Umso härter dürfte den russischen Machthaber die heftige Explosion treffen, die am Samstagmorgen Teile der Brücke zum Einsturz brachte. Die Bedeutung für den Kreml wird nicht nur durch die Reaktionen aus Moskau deutlich, wo eine »knallharte« Antwort gefordert wird.

Putin selbst reagierte mit einem Dekret, mit dem er den Geheimdienst FSB anwies, die Schutzmaßnahmen unter anderem für die Krimbrücke zu verschärfen. Die »Vollmachten zur Organisation und Koordination von Schutzmaßnahmen« würden dem FSB übertragen.

An diesem Punkt wird es interessant. Denn bisher wurde der Schutz der Brücke laut dem Duma-Abgeordneten Alexander Chinstein dreigeteilt. Die Überwachung des Luftraums oblag dem Verteidigungsministerium, die Seeüberwachung der Nationalgarde »Rosgwardija«. Und die Auto- und Eisenbahnstrecke wurde vom Verkehrsministerium kontrolliert.

Russen angeblich selbst verantwortlich?

Zuvor hatte der ukrainische Präsidentenberater Mychajlo Podoljak eine gewagte These aufgestellt. »Es ist erwähnenswert, dass der explodierte Lastwagen allen Anzeichen nach von der russischen Seite auf die Brücke fuhr«, erklärte er. »Die Antworten sollten also in Russland gesucht werden.« Und: »Das alles weist eindeutig auf eine Spur nach Russland hin.«

Russischen Angaben zufolge explodierte ein Lastwagen auf der Brücke. Dadurch sollen weiter entfernt auf der Brücke gleich sieben Kesselwagen eines Güterzugs mit Diesel in Brand geraten sein. In der Folge stürzten Teile der Brückenautobahn ins Meer. Mindestens drei Menschen sollen getötet worden sein.

Tatsächlich konnte der Besitzer des Lkw nach russischen Angaben identifiziert werden. Es handele sich um einen Einwohner der südlichen russischen Region Krasnodar, erklärten russische Ermittler, ohne den Namen des Mannes zu nennen. Demnach wurden an seinem Wohnsitz Ermittlungen eingeleitet, die dokumentierte Fahrtroute des Lastwagens werde überprüft.

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