Köln – Gefahrenhinweis: Polizei erhöht Schutzmaßnahmen am Kölner Dom
Besucher von Gottesdiensten im Kölner Dom und Touristen müssen sich in den kommenden Tagen auf erhöhte Sicherheitsstandards einstellen. Wegen eines Gefahrenhinweises werde die Polizei besondere Schutzmaßnahmen ergreifen, teilte die Behörde am Samstag mit . Der Staatsschutz, der bei politisch motivierten Straftaten aktiv wird, habe Ermittlungen aufgenommen.
»Auch wenn sich der Hinweis auf Silvester bezieht, werden wir bereits heute Abend alles für die Sicherheit der Dombesucher an Heiligabend in die Wege leiten. In Abstimmung mit dem Sicherheitsbeauftragten des Domkapitels wird die Kathedrale nach der Abendmesse mit Spürhunden abgesucht und anschließend verschlossen«, sagte der Chef der Kölner Kriminalpolizei, Michael Esser, laut Mitteilung.
An Heiligabend werden alle Besucher vor Betreten des Gotteshauses einer Kontrolle unterzogen, hieß es weiter. Zuvor hat es bereits verschärfte Sicherheitsbestimmungen für den Kölner Dom gegeben. Im Jahr 2016 etwa gab es an Heiligabend erstmals Taschenkontrollen vor dem Wahrzeichen – als Reaktion auf Terrorgefahr.
Unterdessen teilte auch die Wiener Polizei am Abend mit Verweis auf eine erhöhte Terrorwarnstufe und eine »allgemein erhöhte Gefährdung in Österreich« mit, ihre Präsenz zu verstärken. »Da terroristische Akteure in ganz Europa in diesem Zusammenhang zu Angriffen auf christliche Veranstaltungen – besonders rund um den 24. Dezember – aufrufen, haben die Sicherheitsbehörden die entsprechenden Schutzmaßnahmen im öffentlichen Raum in Wien und in den Bundesländern erhöht«, hieß es in einer Mitteilung . Maßnahmen könnten etwa Zutrittskontrollen umfassen, auch Weihnachtsmärkte stünden unter besonderer Aufmerksamkeit der Einsatzkräfte, hieß es weiter.
Hinweise auf mögliche Anschlagspläne
Hintergrund der Maßnahmen sind nach Informationen des SPIEGEL und des österreichischen »Standard« Hinweise auf mögliche Anschlagspläne durch Islamisten in Europa an Weihnachten oder Silvester. Die Verdächtigen sollen Verbindungen zum IS-Ableger in Zentralasien haben, der sich selbst »Islamischer Staat Provinz Khorasan« (ISPK) nennt und seine Anhänger zu Terroranschlägen im Westen auffordert. In dem Zusammenhang kam es nach Angaben aus Sicherheitskreisen am Wochenende auch zu einer Hausdurchsuchung in Deutschland. Ob es dabei Festnahmen gab, blieb zunächst unklar.

