Kellyanne Conway: Donald Trumps Beraterin und ihr Familiendrama
Icon: vergrößernKellyanne Conway diente Trump mehr als vier Jahre lang als Beraterin für Kommunikation und Meinungsumfragen
Foto:
NICHOLAS KAMM / AFP
In der amerikanischen Politik gibt es eine alte Weisheit, sie stammt von Abraham Lincoln. "Ein Haus, das in sich uneins ist, wird nicht bestehen." Das Zitat bezieht sich auf die Zeit des Bürgerkriegs, doch es passt auch zum heutigen Zustand der USA unter Donald Trump.
Das Land ist politisch tief gespalten, und es gibt einen tiefen Graben, wenn es um die Beurteilung dieses Präsidenten geht. Der Riss geht durch Freundeskreise, Vereine und Familien. Der Fall der Conways, der Familie von Donald Trumps langjähriger Beraterin Kellyanne Conway, ist dafür ein Extrembeispiel.
Im Mittelpunkt stehen Kellyanne Conway, ihr Mann George Conway und deren 15-jährige Tochter Claudia. Die Conways haben ihren Krach über Monate auf offener Bühne ausgetragen. Der Konflikt zeigt die Macht der sozialen Medien im politischen Diskurs in den USA. Und er dokumentiert den Irrsinn einer vergifteten politischen Kultur, in der Donald Trump mit seinen wütenden Tweets den Ton vorgibt. Privates und Öffentliches werden zu einer großen Soße verrührt, es gibt kaum noch Regeln, keinen politischen Anstand und keine gültigen Normen.
Es wird nicht mehr normal gestritten und debattiert, sondern es wird regelrecht gekämpft und gehasst. In diesem Fall geschieht das alles in einer prominenten Familie, vor den Augen der Nachbarn in einem feinen Vorort Washingtons. Und es geschieht vor den Augen der Welt, hunderttausendfach kommentiert, "geshared" und "geliked" bei Twitter, Instagram und TikTok.

