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John Kerry will angeblich als US-Klimabeauftragter aufhören

January 14
04:46 2024

Der US-Klimabeauftragte John Kerry plant übereinstimmenden Medienberichten zufolge seinen Rückzug aus der Regierung von US-Präsident Joe Biden. Der 80-Jährige wolle bis zum Frühjahr als Sondergesandter für das Klima aufhören, berichteten am Samstag das Nachrichtenportal »Axios« , die »New York Times« und andere unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen.

Kerry soll sich vergangene Woche mit Präsident Biden im Weißen Haus getroffen haben, um ihn über seine Rücktrittsabsicht zu informieren, wie die »New York Times« meldet.

Wechsel ins Wahlkampfteam von Biden

Es werde erwartet, dass der Demokrat ins Wahlkampfteam von Biden wechsle und ihn mit Blick auf die Präsidentenwahl im November unterstütze. In der kommenden Woche wird Kerry beim Weltwirtschaftsforum in Davos erwartet.

Kerry hat die Rolle als Klimabeauftragter seit Beginn von Bidens Amtszeit inne. Er erhielt den Posten zu einer Zeit, in der Biden die Rückkehr zum Pariser Klimaabkommen einleitete. Während der Regierungsjahre des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump hatten sich die USA aus dem Abkommen zurückgezogen.

Einigung mit China erzielt

Im vergangenen November einigten sich die Vereinigten Staaten und China darauf, gemeinsam gegen die globale Erwärmung vorzugehen, indem sie Wind- und Solarenergie sowie andere erneuerbare Energien ausbauen. Diese Vereinbarung war von großer Bedeutung und kam nach jahrelanger Diplomatie zwischen Kerry und seinem chinesischen Amtskollegen Xie Zhenhua zustande.

»Die Klimakrise ist eine universelle Bedrohung für die Menschheit, und wir alle sind dafür verantwortlich, sie so schnell wie möglich zu bewältigen«, sagte Kerry bei einem Besuch in Peking im vergangenen Sommer, als er mit Vizepräsident Han Zheng über Klimafragen sprach.

Die Entscheidung von seinem Amt zurückzutreten, folgt auf die Ankündigung von Xie, dass auch er in den Ruhestand geht, berichtet die »New York Times«. Dies würde die Frage aufwerfen, wie die Klimadiplomatie zwischen den USA und China aussehen werde, wenn die beiden Personen, die sich am meisten für die Zusammenarbeit einsetzen, nicht mehr da sind.

Auch die Zukunft der Rolle des Klimabeauftragten in den Vereinigten Staaten ist ungewiss. Präsident Biden schuf diese Funktion für Kerry, der direkt für den Präsidenten arbeitete und bei seiner Ernennung nicht vom Senat bestätigt werden musste, was viele Republikaner verärgerte.

Kerry leitete als Sondergesandter für das Klima die US-Delegationen bei mehreren Klimagipfeln, zuletzt bei der Weltklimakonferenz in Dubai. Der Politiker vertrat den US-Bundesstaat Massachusetts 28 Jahre lang im Senat und war 2004 auch der Präsidentschaftskandidat der Demokraten. Unter dem damaligen US-Präsidenten Barack Obama war Kerry von 2013 bis 2017 Außenminister.

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