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Jens Spahn und Angela Merkel sind Aufsteiger des Jahres – SPIEGEL-Regierungsmonitor

December 31
15:46 2020
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Minister Spahn, Kanzlerin Merkel

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Florian Gaertner/photothek.de / imago images/photothek

Die Krise als Stunde der Exekutive – im Corona-Jahr 2020 konnte nicht nur die Bundesregierung insgesamt deutlich an Popularität zulegen, sondern insbesondere Kanzlerin Angela Merkel und ihr Gesundheitsminister Jens Spahn, die im Zentrum des Krisenmanagements stehen. Dies zeigt die aktuelle Auswertung des SPIEGEL-Regierungsmonitors.

Schon vor einem Jahr führten Merkel und Spahn das Ranking an. In den vergangenen Monaten sind beide Politiker noch einmal deutlich populärer geworden. Im Vergleich zum Dezember 2019 hat die Kanzlerin 88 Punkte gewonnen und damit ihren Parteifreund Spahn von der Spitze des SPIEGEL-Regierungsmonitors verdrängt.

Der Gesundheitsminister ist nun auf den zweiten Platz gerutscht, hat jedoch gleichzeitig seinen Beliebtheitswert um 46 Punkte gesteigert.

Der SPIEGEL-Regierungsmonitor misst in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey die Zufriedenheit der Bevölkerung mit der Regierung, den Koalitionsparteien und vor allem mit den einzelnen Ministerinnen und Ministern sowie der Kanzlerin. Um die repräsentativen Bewertungen vergleichen zu können, arbeitet Civey mit einem Scoringverfahren. (Lesen Sie hier mehr zum Verfahren.) Der bestmögliche Index beträgt 200, das schwächste Ergebnis wäre -200.

Um 80 Punkte ist die Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger mit der Arbeit der Bundesregierung in den vergangenen zwölf Monaten gestiegen. Insbesondere die Union hat mit 66 Punkten deutlich zugelegt, die SPD konnte ihren Zufriedenheitswert immerhin um 27 Punkte steigern.

Auch der Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten, Olaf Scholz, hat im Vergleich zum vergangenen Dezember an Beliebtheit gewonnen. Im SPIEGEL-Regierungsmonitor klettert der Finanzminister und Vizekanzler um einen Rang nach oben und steht nun auf Platz 3. Damit löst er Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) ab, der nun den vierten Platz der Rangliste einnimmt.

Auffällig ist, dass lediglich Merkel und Spahn bei der Auswertung ein positives Ergebnis erzielen. Weit vorn liegt die Kanzlerin mit 42 Punkten, der Gesundheitsminister schafft es auf 7 Punkte. Doch bereits die Werte des drittplatzierten Scholz liegen im Negativbereich. Er muss sich mit -9 zufriedengeben.

Unverändert auf Rang 6 bleibt Außenminister Heiko Maas. Trotz gleicher Platzierung im Vergleich zum Vorjahr ist der Zufriedenheitswert des SPD-Politikers deutlich gestiegen. Um 47 Punkte legte Maas zu und steht nun bei -30.

Innenminister Horst Seehofer (CSU) machte zwar 10 Punkte gut, stürzte jedoch von Rang 7 auf Rang zehn ab. Und auch Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer büßte trotz leicht steigendem Zufriedenheitswert einen Rang ein und steht im Ranking nun auf Platz 12.

Giffey steigt ab

Für drei andere Kabinettsmitglieder fällt die Jahresbilanz hingegen bitter aus. Franziska Giffey, Andreas Scheuer und Julia Klöckner sind im SPIEGEL-Regierungsmonitor die Absteiger des Jahres.

Bereits 2019 gehörten Landwirtschaftsministerin Klöckner (CDU) und Verkehrsminister Scheuer (CSU) zu den weniger beliebten Kabinettsmitgliedern. Nun haben sie abermals an Popularität verloren. Mit -152 Punkten landet Scheuer im SPIEGEL-Regierungsmonitor auf dem letzten Rang. Der wegen der Maut-Affäre in die Schlagzeilen geratene Politiker hat seinen Wert innerhalb der vergangenen zwölf Monate nochmals um 7 Punkte verschlechtert.

Klöckner hat weitere 10 Punkte verloren. Mit einem Wert von -120 landet sie auf dem vorletzten Platz und verschlechtert sich damit um einen Rang.

Weitaus tiefer gefallen ist ihre Kabinettskollegin Giffey (SPD), die noch immer eine Plagiatsdebatte um ihre Doktorarbeit verfolgt. Die Familienministerin hat zwar nur 9 Punkte im Vergleich zum Vorjahr verloren, rutscht damit jedoch sechs Plätze nach unten. Noch im Dezember 2019 teilte sie sich gemeinsam mit Gesundheitsminister Spahn den Spitzenplatz. Im kommenden Jahr tritt Giffey als SPD-Spitzenkandidatin bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl an.

Icon: Der Spiegel

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