Jens Spahn, die Lobbyistin und Schweizer Schnösel: Skandal um überteuerte Corona-Masken
Icon: vergrößernUnternehmer S., R.: Eine Jagd nach Gelegenheiten
Foto:
EMIX TRADING
Sie sind jung, sie sind reich, sie sind unverschämt. Man könnte sagen: reichlich unverschämt. Luca S. und Jascha R., beide Anfang zwanzig, erregen seit einem halben Jahr die Gazetten und Gemüter in der Schweiz. Von »Abzockern« ist die Rede, von »Masken-Kids« im »Goldrausch«.
Die beiden hatten sich mit ihrer Firma Emix Trading rechtzeitig mit Schutzmasken eingedeckt und, als es im März zu wenig gab, das Geschäft ihres Lebens gemacht: Die Schweizer Armee kaufte ihnen für mehr als 20 Millionen Franken Masken ab, darunter FFP2-Masken zu knapp zehn Franken das Stück. Das war das Zehn- bis Zwanzigfache dessen, was kurz vor dem Corona-Schock noch üblich war.
Nun muss in einem so geschäftstüchtigen Land wie der Schweiz schon etwas mehr passieren, damit bei Geschäften die Frage nach der Moral gestellt wird. Für das gewisse Etwas sorgte der Schnöselfaktor der beiden Maskenmillionäre: Offenbar mit dem Reibach, den sie aus der Not der anderen gemacht hatten, gönnten sie sich zwei Bentleys, außerdem einen Ferrari, 800 PS, limitierte Auflage, Marktwert mindestens 2,5 Millionen.

