Israel reagiert auf Raketenangriff: Hisbollah greift an der Seite des Iran in den Krieg ein
Politik
Israel reagiert auf RaketenangriffHisbollah greift an der Seite des Iran in den Krieg ein
02.03.2026, 02:22 Uhr

Die durch den vergangenen Krieg geschwächte Hisbollah-Miliz führt einen Raketenangriff auf Israel durch. Dieser sei eine Reaktion auf die Tötung des iranischen Staatsoberhauptes Chamenei, so die Miliz. Israels Militär antwortet mit Luftangriffen. Der Konflikt im Nahen Osten weitet sich möglicherweise aus.
Die Hisbollah-Miliz im Libanon hat an der Seite des Irans Israel mit Raketen angegriffen. Damit reagiert sie nach eigenen Angaben auf die Tötung des obersten Führers des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, bei einem israelischen Luftangriff am Samstag in Irans Hauptstadt Teheran. Das teilte die vom Iran unterstützte Miliz in der Nacht mit.
Die israelischen Streitkräfte erklärten auf X, man habe sich auf ein solches Szenario vorbereitet und sei für einen Einsatz an allen Fronten gerüstet. Die Armee begann nach eigenen Angaben Stellungen der Hisbollah im nördlichen Nachbarland zu bombardieren. Augenzeugen berichteten von Explosionen auch in südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut, einer Hochburg der Schiiten-Milz. Es seien ranghohe Mitglieder angegriffen worden, teilte Israel mit. Ein weiterer wichtiger "Hisbollah-Terrorist" im Süden des Libanons sei getroffen worden.
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Man werde gegen die Entscheidung der Hisbollah, sich an den iranischen Gegenangriffen zu beteiligen, vorgehen und nicht zulassen, dass die Miliz eine Bedrohung für den Staat Israel darstellt, teilte die israelische Armee mit. Sie fing kurz zuvor nach eigenen Angaben ein Geschoss der Hisbollah ab, mehrere andere seien in offenem Gelände niedergegangen.
Erster Raketenangriff seit Ende 2024
Ein Vertreter der Hisbollah hatte vor dem Beginn des Krieges gegen den Iran erklärt, Angriffe auf Chamenei seien eine "rote Linie". Wenn Washington das Ziel verfolge, "den Sturz der iranischen Regierung auszulösen oder den geistlichen Führer ins Visier zu nehmen, wird die Hisbollah eingreifen", warnte er. So ist es nun gekommen.
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Es ist das erste Mal seit Beginn einer Waffenruhe zwischen der Hisbollah und Israel im November 2024, dass die vom Iran unterstützte Schiiten-Miliz Israel mit Raketen angegriffen hat. Nach den jüngsten amerikanisch-israelischen Angriffen auf den Iran hatte die Miliz den Verbündeten in Teheran ihre Solidarität zugesagt. Die USA und Israel würden von der Konfrontation "nichts außer Versagen ernten", teilte das Medienbüro der Organisation mit.
Die Folgen der "verräterischen Gewalt" der USA und Israels würden sich auf die gesamte Region auswirken, erklärte die Miliz. Sie gilt als einer der stärksten nicht staatlichen Akteure weltweit. Auch nach dem jüngsten Krieg mit Israel, in dem die Miliz stark geschwächt wurde, soll sie noch über Zehntausende Kämpfer und große militärische Fähigkeiten verfügen. Seit Monaten gibt es einen Konflikt über die Frage, ob und wie die Hisbollah ihre Waffen abgeben soll.

