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Hochwasser: Olaf Scholz will ins Flutgebiet fliegen

December 31
09:05 2023

Das Hochwasser hat Teile Deutschlands fest im Griff – nun will der Bundeskanzler sich selbst ein Bild von der Lage machen. Zunächst hatte die »Bild« darüber berichtet, dies deckt sich mit SPIEGEL-Informationen. Demnach will Olaf Scholz den Helferinnen und Helfern danken und sich den Betroffenen gegenüber solidarisch zeigen. Der genaue Zeitpunkt und Ort des Besuchs seien noch geheim. »Im Kanzleramt bereiten sie aber einen sehr baldigen Helikopterflug in die Flutgebiete vor«, schreibt die »Bild«.

Betroffen vom Hochwasser sind vor allem Teile Niedersachsens, der Süden Sachsen-Anhalts an der Grenze zu Thüringen und Gebiete in Nordrhein-Westfalen. Am Samstag zeichnete sich allerdings in Niedersachsen mancherorts eine leichte Entspannung ab.

Oldenburg bereitet mögliche Evakuierung vor

Die meisten Einsätze gab es am Samstag in Niedersachsen, wo in weiten Teilen des Landes Hochwasserwarnungen galten. Nach Tagen im Dauereinsatz konnten Helfer an einigen Orten etwas durchatmen. Etwa der Landkreis Celle sowie die Stadt Meppen sprachen von leicht sinkenden Pegelständen. Weiterhin sei aber die höchste Meldestufe an den Pegeln überschritten, sodass unverändert größere Überschwemmungen drohten, hieß es vom Landkreis Celle.

In der Stadt Oldenburg wird indes eine mögliche Evakuierung vorbereitet. Die Deiche seien unverändert einem hohen Druck ausgesetzt, teilte die Stadt mit. Pegelstände würden höchstens marginal sinken. Die Bundespolizei unterstützt dort die Deichsicherung.

Im Serengeti-Park im niedersächsischen Hodenhagen entspannte sich die kritische Hochwasserlage inzwischen leicht. Pumpen auf dem Gelände hätten es geschafft, große Wassermengen hinter den Deich Richtung Meiße zu drücken, sagte eine Sprecherin des Freizeitparks nördlich von Hannover. Weite Teile des Geländes sind nach Parkangaben aber nach wie vor überflutet und teilweise gar nicht zu erreichen. In dem Park leben unter anderem Löwen, Nashörner, Tiger und Elefanten.

Mancherorts ziehen die Wassermassen auch Schaulustige an. Die niedersächsische Landesinnenministerin Daniela Behrens mahnt im Gespräch mit dem SPIEGEL, die Lage sei weiter kritische – dennoch gebe es Sichtungen von Kite-Surfern. Das ganze Interview lesen Sie hier .

In den vergangenen Tagen wurde kritisch darauf geschaut, wie präsent Politikerinnen und Politiker sich in den Hochwassergebieten zeigen. Scholz sieht sich dabei besonders einem Vergleich ausgesetzt: Der damalige SPD-Kanzler Gerhard Schröder war kurz vor der Bundestagswahl 2002 in die besonders vom Hochwasser getroffene Stadt Grimma im Landkreis Leipzig gereist.

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