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Generationengerechtigkeit: Zahlen die Jüngeren wirklich für Corona?

July 26
13:40 2020
Paddler in Hamburg Icon: vergrößern

Paddler in Hamburg

Foto: Henning Angerer/ Hoch Zwei/ imago images

Was von den Corona-Schulden zu halten ist, steht für viele längst fest: Sie sehen darin einen Anschlag auf die Generationen-Gerechtigkeit. Die Hunderte Milliarden, womöglich Billionen Euro, mit denen sich die Regierung gegen Pandemie und Wirtschaftskrise stemmt, treiben die Staatsverschuldung in neue Höhen. Und die folgenden Generationen werden die Rechnung irgendwann begleichen müssen. Jahrzehnte, so die Klage, würden sie brauchen, um den Berg an Verbindlichkeiten wieder abzutragen.

"Die heutigen Schulden lassen sich nur rechtfertigen, wenn wir sie in die Zukunft der jungen Menschen investieren, die sie auch zurückzahlen müssen", sagt Friedrich Merz, einer der Bewerber um den CDU-Vorsitz und damit möglicher Kanzlerkandidat der Union.

Tatsächlich wirkt die schiere Größenordnung furchteinflößend. Der Bund wird bereits dieses Jahr fast 220 Milliarden Euro an neuen Krediten aufnehmen, die Staatsverschuldung steigt um rund ein Drittel – von 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf rund 80 Prozent zum Ende des Jahres. "Die Schulden von heute sind die Steuern von morgen", lautet eine gängige Ökonomenweisheit.

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