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Extremwetter in den USA: Vermont meldet landunter – Staudamm droht zu brechen

July 12
06:46 2023

Nach heftigen Überschwemmungen infolge starker Regenfälle hat US-Präsident Joe Biden am Dienstag für den US-Bundesstaat Vermont den Katastrophenfall ausgerufen. Der Schritt erfolgte nach Warnungen von Behördenvertretern, dass ein Damm in der Nähe von Montpelier, der Hauptstadt des Bundesstaates überzulaufen drohe. Durch die Ausrufung des Katastrophenfalls werden Bundesmittel für Hilfsmaßnahmen freigegeben.

Gefahr bestehe für den Wrightsville-Damm im Bundesstaat Vermont, der seine Kapazitätsgrenze erreicht habe und im schlimmsten Fall brechen könnte, warnten die örtlichen Behörden am Dienstag (Ortszeit).

Wenn das Limit überschritten ist, fließt das Wasser durch einen Überlauf in den Winooski River ab, der sowieso schon längst über seine Ufer getreten ist. Was dann passiert, kann sich der Stadtdirektor des flussabwärts gelegenen Montpelier nicht vorstellen: »So etwas ist seit Bau des Damms noch nicht vorgekommen«, sagt William Fraser. »Wir haben keinen Präzedenzfall, um einschätzen zu können, wie groß der Schaden ausfallen wird. Aber es wird schlimm.«

Vermonts Hauptstadt ist bereits schwer getroffen, große Teile des Stadtzentrums von Monpelier stehen unter Wasser. Auf den Bildern der Nachrichtenagenturen war unter anderem zu sehen, wie Kajakfahrer über eine überflutete Straße paddeln.

Der Aufruf des Stadtdirektors an die Bürger der Stadt klingt hilflos, aber er hat keine Alternativen. Auf Facebook rät er: »Bleibt in euren Häusern, bringt euch in den oberen Stockwerken in Sicherheit.« Bergungstrupps mit Booten seien unterwegs.

»Die Verwüstungen und Überschwemmungen, die wir in ganz Vermont erleben, sind historisch und katastrophal«, sagte auch Gouverneur Phil Scott. Die Überschwemmungen überstiegen »das Ausmaß des Tropensturms Irene«, bei dem im Jahr 2011 sechs Menschen in dem Bundesstaat ums Leben gekommen waren.

Schon am Montag war im Nachbarbundesstaat New York über den Tod einer Frau berichtet worden, die infolge der außergewöhnlich starken Regenfälle ums Leben gekommen sei. Die 30-Jährige sei in Orange County beim Versuch ertrunken, mit ihrem Hund aus einem von Wassermassen umschlossenen Haus zu entkommen, hieß es unter Berufung auf einen Sprecher des Bezirks.

Besonders betroffen war die Region um den Fluss Hudson, der nach New York City führt.

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