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Extreme Lärmbelastung für Tiere: NGOs fordern Stopp von Öl- und Gassuche im Meer

April 03
13:26 2025

Panorama

NGOs fordern Stopp von Öl- und Gassuche im Meer

NGOs fordern Stopp von Öl- und Gassuche im Meer

Bei der Suche nach Öl- und Gasvorkommen in den Meeren werden Schallkanonen eingesetzt – mit oft fatalen Auswirkungen für die Meeresbewohner. Zahlreiche Umweltschutzorganisationen melden sich nun mit klaren Forderungen zu Wort.

Mehr als 100 Umwelt-, Klima- und Meeresschutzorganisationen prangern die "zerstörerische Praxis der Öl- und Gassuche in den Meeren" an. In einem offenen Brief fordern sie die Regierungen der Welt auf, bei der UN-Ozeankonferenz im Juni in Nizza ein sofortiges Verbot weiterer Öl- und Gasexplorationen zu verhängen.

"Diese Aktivitäten gehören zu den intensivsten Lärmbelastungen in unseren Meeren", teilte Nicolas Entrup von der Organisation OceanCare mit, auf deren Initiative der offene Brief zurückgeht. Unterzeichnet wurde er von 111 NGOs auf sechs Kontinenten. "Sie haben schwerwiegende oder gar tödliche Auswirkungen auf die Meeresfauna, vom kleinsten Plankton bis hin zu großen Walen."

Meeresschutz ist Klimaschutz

Gesunde Meere seien wichtig, unter anderem weil sie einen Teil der Wärme aufnehmen, die im Zuge des Klimawandels entsteht. "Wir können den Klimanotstand nicht bewältigen, ohne den Ozean zu schützen, und wir können Meeresökosysteme nicht retten, ohne die Öl- und Gassuche mit Schallkanonen einzustellen und die Produktion fossiler Brennstoffe zu beenden", betonte Entrup.

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Europa könne dabei Vorreiter sein. Frankreich, Spanien und Portugal hätten die Suche nach neuen Öl- und Gasvorkommen bereits verboten. Dabei suchen Expeditionen etwa mithilfe von seismischen Druckluftkanonen den Meeresgrund nach Bodenschätzen ab. Solche sogenannten Airguns geben kontinuierlich laute Schüsse über ein breites Frequenzspektrum ab, deren Echos Aufschluss über die Beschaffenheit des Untergrunds geben.

Vom 9. bis 13. Juni findet in Nizza die dritte UN-Ozeankonferenz statt. Dabei geht es darum, in Einklang mit den Zielen des Klimaabkommens von 2015 Vereinbarungen zum Schutz der Ozeane zu treffen. Das entspricht auch einem der 17 UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung. Dieses sieht vor, Ozeane und Meeresressourcen zu erhalten und nachhaltig zu nutzen.

Quelle: ntv.de, den/dpa

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