Elektromobilität: Engpass bei Stromtankstellen gefährdet Verkehrswende
Icon: vergrößernE-Auto am Ladekabel: »Der Aufholbedarf wird täglich größer«
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Die Verkehrswende kommt eher schmucklos daher: ein Waschbetonflachbau im Hamburger Norden, ein Parkplatz davor, am Rand fünf grau-weiße Ladesäulen. Ein roter e-Golf ist mit einer der Stromtankstellen verbunden, wohl das langweiligste Elektroauto, das je gebaut wurde.
Sieht so der Aufbruch in eine neue Autowelt aus? Andreas Räber glaubt daran. Sieben Elektroautos und zwei Plug-in-Hybride fahren die Mitarbeiter seiner Firma für Kommunikationstechnik, vier weitere Fahrzeuge sind bestellt.
90.000 Euro hat Räber in die »Ladepunkte« vor seiner Haustür investiert. Seine Motivation? »Technisches Interesse«, sagt Räber, »Fahrspaß« – und eine »enkel-taugliche« Zukunft.
Die Mobilitätswende kommt bislang nur schleppend voran
Das Elektroauto ist in den deutschen Gewerbegebieten angekommen, nicht sexy, aber überfällig. Räber lebt vor, was dringend notwendig ist, um die Klimaziele zu erreichen: der schnelle und massive Ausbau der Elektromobilität.
Bis zu 9000 Euro schießt der Staat beim Kauf eines Elektrofahrzeugs zu. Zudem hat das Bundeskabinett in den vergangenen Monaten Schnellladegesetz, Gebäude-Elektromobilitätsinfrastrukturgesetz und Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetz auf den Weg gebracht. Die Regelwerke hinter den Wortungetümen beschreiben, wo und wie E-Autos künftig in Deutschland geladen werden sollen.

