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Electoral College: Joe Biden, Donald Trump und frühere Wahl-Revolten

December 14
17:53 2020

Die Sache drängte. Schon in 29 Tagen sollte John F. Kennedy zum neuen US-Präsidenten gewählt werden. Also kabelte Henry D. Irwin am 20. November 1960 eilig Telegramme an alle republikanischen Wahlmänner.

Sie sollten ihm aus der Zwickmühle helfen: Den Demokraten und Wahlsieger Kennedy hielt Irwin für einen gefährlichen Kommunisten. Der Republikaner Richard Nixon als Verlierer war ihm ebenfalls suspekt; zudem konnte er ihn »nicht ausstehen«, wie Irwin später sagte.

Wie aber konnte er beide verhindern, Kennedy und Nixon? Als Wahlmann der Republikaner im Bundesstaat Oklahoma sollte er im »Electoral College« – im Wahlkollegium, das immer Mitte Dezember den Präsidenten wählt – für Nixon stimmen, den Gewinner in Oklahoma. Und Irwin hatte bei seiner Ernennung zum Wahlmann Loyalität gelobt. Sich anders zu entscheiden, das bedeutete, fundamentale Regeln und Gepflogenheiten des Wahlsystems zu brechen.

Unmoralisches Angebot: »Antworten streng vertraulich«

Irwin ging mit seiner Telegramm-Offensive sogar noch weiter: Die republikanischen Wahlleute könnten Kennedys Sieg zwar kaum leugnen, schrieb er. Doch es gebe »genügend konservative demokratische Wahlleute«, die diesen »Arbeitersozialisten« Kennedy ablehnen würden. Es folgte ein unmoralisches Angebot:

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