Donald Trump setzt die USA in Brand: Der Feuerteufel
Icon: vergrößernTim O’Brien/ DER SPIEGEL
Nach Einbruch der Dunkelheit will sich der General noch einmal selbst ein Bild der Lage machen. In olivgrüner Tarnuniform und schweren Stiefeln stapft Mark Milley über das Schlachtfeld, das in diesem Fall kein Häuserblock in Falludscha ist und auch keine Bergkette am Hindukusch. Es sind die Straßen der amerikanischen Hauptstadt Washington.
Was seine Botschaft an diesem Abend sei, fragt ein Reporter den obersten US-Offizier. "Wir sind dazu da, die Meinungsfreiheit zu schützen", sagt der Generalstabschef der US-Streitkräfte in die Kameras, die ihn umringen. "Wir haben einen Eid auf die Verfassung geschworen, um die Rechte der Bürger zu schützen. Und das werden wir tun."
Es ist ein bemerkenswerter Satz angesichts der Tatsache, dass kurz zuvor Sicherheitskräfte, darunter auch Militärpolizisten, mit Schlagstöcken und Blendgranaten friedliche Demonstranten aus den Straßen um das Weiße Haus gejagt haben. Ob sie vorgewarnt wurden oder nicht, darüber gibt es unterschiedliche Darstellungen. Aber sicher ist, dass die Menge auch vertrieben wurde, um Donald Trump schöne Bilder zu verschaffen.

