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“Die USA stehen bereit”: Trump sichert Demonstranten im Iran Hilfe zu

January 11
00:56 2026

Politik

"Die USA stehen bereit"Trump sichert Demonstranten im Iran Hilfe zu

10.01.2026, 22:00 Uhr Artikel anhören(05:03 min)00:00 / 05:03

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Die Proteste im Iran hatten sich am Zorn über die schlechte Wirtschaftslage entzündet. (Foto: via REUTERS)

Im Iran wächst die Angst vor einer brutalen Unterdrückung der Protestbewegung durch die Regierung in Teheran. Nun bekräftigt US-Präsident Trump seinen Willen, den Demonstranten zu helfen. Wie genau die Hilfe aussehen soll, sagt er nicht – schließt jedoch eine Option aus.

US-Präsident Donald Trump hat den Demonstranten im Iran die Unterstützung der USA zugesichert. "Der Iran schaut auf die FREIHEIT, vielleicht wie nie zuvor. Die USA stehen bereit zu helfen!!!", schrieb Trump in sozialen Medien. Ein hochrangiger US-Geheimdienstmitarbeiter beschrieb die Lage als Ausdauerkampf. Die Opposition versuche, den Druck aufrechtzuerhalten, bis wichtige Regierungsvertreter entweder fliehen oder die Seiten wechseln. Die Behörden hingegen versuchten, genug Angst zu verbreiten, um die Straßen zu räumen, ohne den USA einen Grund zum Eingreifen zu geben, sagte der Beamte, der namentlich nicht genannt werden wollte.

Zuvor hatte Trump der iranischen Führung bereits mit einem Militäreinsatz gedroht. Seine Botschaft an Teheran laute: "Fangt besser nicht an zu schießen, denn dann werden wir auch anfangen zu schießen."

Iran TeheranTrotz Internet-ShutdownTeheran erlebt größte Proteste seit Jahrzehnten

"Wenn sie anfangen, Menschen zu töten, wie sie es in der Vergangenheit getan haben, werden wir uns einmischen", warnte der US-Präsident. Das bedeute nicht, US-Bodentruppen in den Iran zu schicken, "sondern dass wir sie dort, wo es weh tut, sehr, sehr hart treffen". US-Außenminister Marco Rubio bezeichnete das iranische Volk auf X als "mutig" und sagte ihm die Unterstützung der Vereinigten Staaten zu.

Die iranischen Revolutionsgarden hatten eine Verschärfung ihres Vorgehens gegen die größten regierungsfeindlichen Demonstrationen seit Jahren angedeutet und machten Terroristen für die Unruhen verantwortlich. Im ganzen Land gab es neue Berichte über Gewalt, obwohl eine Internetsperre die Einschätzung des Ausmaßes der Unruhen erschwerte. In Online-Netzwerken wurden Videos veröffentlicht, die neue Proteste in mehreren Stadtteilen der Hauptstadt Teheran sowie in Städten wie Rascht, Täbris und Schiras zeigen sollen. Die Echtheit der Videos konnte von der Nachrichtenagentur AFP verifiziert werden.

Der in den USA lebende Sohn des früheren Schah rief die Demonstranten auf, die Stadtzentren des Landes zu besetzen. Im Onlinedienst X appellierte der Exil-Oppositionelle an die Iraner, am Samstag und Sonntag abends "alle auf die Straße zu gehen". Ziel sei es, die Stadtzentren dauerhaft einzunehmen. Er bereite sich darauf vor, "sehr bald" in sein Land zurückzukehren, erklärte Reza Pahlavi.

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Die iranischen Filmemacher Jafar Panahi und Mohammad Rasoulof prangerten eine "unverhohlenen Repression" gegen die Protestbewegung im Schatten der Internetsperre an. Sie riefen die internationale Gemeinschaft in einer gemeinsamen Botschaft auf Instagram dazu auf, "Kommunikationsmittel einzurichten, um zu überwachen, was in dem Land passiert". Zuvor hatte auch bereits Friedensnobelpreisträgerin Schirin Ebadi vor einem "Massaker im Schutz einer umfassenden Kommunikationssperre" gewarnt.

Die Menschenrechtsorganisationen Amnesty International und Human Rights Watch hatten am Freitag den Einsatz von Gewehren, Schrotflinten, Wasserwerfern und Tränengas durch die Sicherheitskräfte im Iran angeprangert. Amnesty erklärte nun, es prüfe Berichte, dass die Behörden ihren "unrechtmäßigen Einsatz von tödlicher Gewalt" seit Donnerstag verstärkt hätten. Menschenrechtsaktivisten hatten den Behörden zuvor bereits die Tötung von Demonstranten wie auch Passanten sowie Razzien in Krankenhäusern vorgeworfen, um dort verletzte Demonstranten festzunehmen.

"Mitten in einem Krieg"

Die Proteste im Iran hatten sich am Zorn über die schlechte Wirtschaftslage entzündet. Nach Angaben der Organisation Iran Human Rights (IHR) mit Sitz in Norwegen wurden in den knapp zwei Wochen seit Beginn der Proteste mehr als 50 Demonstrierende getötet, darunter neun Minderjährige, und hunderte weitere verletzt. Den Behörden zufolge wurden auch mehrere Mitglieder der Sicherheitskräfte getötet. Das Staatsfernsehen zeigte am heutigen Samstag Bilder von Beerdigungen von Sicherheitskräften sowie von brennenden Gebäuden, darunter eine Moschee.

Iran (1)Aktivistin über ProtesteBevölkerung des Iran "ist nicht aufzuhalten"

Teheran warf den USA und Israel eine direkte Einflussnahme auf die wachsenden Proteste vor. Die Islamische Republik werde nicht kapitulieren, unterstrich Chamenei am Freitag. Der Chef des Nationalen Sicherheitsrates, Ali Laridschani, sagte am Freitagabend, das Land befinde sich "mitten in einem Krieg".

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