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Deutschland im Corona-Burnout: Welche Schäden hat der Kampf gegen Covid-19 hinterlassen?

February 27
17:18 2021

Die Absage einer Hochzeit ist volkswirtschaftlich bedeutungslos und fügt doch vielen Menschen kleine Schäden zu. In Hotels und Pensionen werden Zimmer und Festsäle nicht mehr gebraucht. Küchen und Kirchen bleiben kalt, Köche und Kellner ohne Arbeit, kein Florist muss Blumen bringen, keine Traurednerin spricht, kein Fotograf bekommt Honorar, keine Winzerin liefert Wein, kein Konditor den Kuchen.

DJs können zu Hause bleiben, Musikerinnen, Zauberer, Kinderunterhalter. Der Caterer bleibt sitzen auf den Häppchen zum Aperitif, der Taxifahrer am Bahnhof hat ein paar Fahrten weniger. Alles halb so schlimm, im Großen. Aber im Kleinen entfaltet sich ein wimmelndes Sinnbild für die Krise unserer Zeit.

Wer Hochzeit sagt, sagt viel. Zehntausende sind im Jahr 2020 ausgefallen, die deutschen Standesämter haben für das erste Halbjahr fast 30.000 Trauungen weniger als im Vorjahreszeitraum gemeldet. Hans-Jörg und Maike Waibel aus Berlin wollten den kirchlichen Segen nachholen. Für den 20. März vorigen Jahres hatten sie, die standesamtlich seit zehn Jahren verheiratet sind und im Januar ihr zweites Kind bekommen haben, den Paulinen Hof in Bad Belzig gemietet. Eine Hochzeitsplanerin war beauftragt, Torte, Büfett und DJ waren bestellt für ein Fest der Trauung und Taufe in einem, das Jawort der Eltern, die Taufe der ersten Tochter. Nichts davon fand statt. Die Lage damals spitzte sich von Tag zu Tag zu, das Coronavirus war schnell, zwei Tage nach dem geplatzten Hochzeitstermin verordnete die Regierung den ersten Lockdown in Deutschland.

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