“Darf nicht darüber sprechen”: Trump plaudert über US-Geheimwaffe bei Maduro-Festnahme
Politik
"Darf nicht darüber sprechen"Trump plaudert über US-Geheimwaffe bei Maduro-Festnahme
25.01.2026, 00:05 Uhr Artikel anhören(03:50 min)00:00 / 03:50
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Nach der Festnahme Maduros berichtet ein Ex-Leibwächter von einer geheimnisvollen Schallwaffe, die das US-Militär eingesetzt hätte. US-Präsident Trump macht in einem Interview vielsagende Andeutungen, verpasst sich dann aber selbst einen Maulkorb.
Bei dem US-Militäreinsatz in Venezuela soll eine geheime Störwaffe nach Angaben von US-Präsident Donald Trump entscheidend zum Erfolg beigetragen haben. Er nannte sie "Discombobulator" (Verwirrer) laut einem Interview der US-Zeitung "New York Post". Dadurch soll die venezolanische Ausrüstung ausgefallen sein, so dass der autoritäre Machthaber Nicolás Maduro gefangen genommen und außer Landes gebracht werden konnte.
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Trump gab keine weiteren Details zu der angeblich eingesetzten Störwaffe bekannt. "Ich darf nicht darüber sprechen", sagte er. Deswegen hätten die venezolanischen Sicherheitskräfte aber nicht auf den US-Angriff reagieren können. "Sie haben ihre Raketen nie abgefeuert", sagte Trump. "Sie hatten russische und chinesische Raketen, aber sie haben keine einzige abgefeuert. Wir kamen, sie drückten auf die Knöpfe, aber nichts funktionierte."
Am 3. Januar griffen US-Eliteeinheiten mehrere Ziele in Venezuela an, darunter auch die wichtigste Militärbasis des südamerikanischen Landes, Fuente Tiuna. Dort wurden Maduro und seine Frau Cilia Flores festgenommen. Ihnen soll in New York der Prozess wegen mutmaßlicher Drogendelikte gemacht werden. Bei dem Einsatz wurden laut venezolanischen Behörden mindestens 100 Menschen getötet, darunter venezolanische und kubanische Sicherheitsbeamte. Laut Washington kam kein US-Soldat ums Leben.
"Es war wie eine sehr intensive Schallwelle"
Die "New York Post" zitiert einen Mitarbeiter von Maduros Leibwächterteam, der ebenfalls von einer Art Geheimwaffe sprach: "Plötzlich fielen alle unsere Radarsysteme ohne jede Erklärung aus. Als Nächstes sahen wir Drohnen, viele Drohnen, die über unsere Stellungen flogen. Wir wussten nicht, wie wir reagieren sollten", sagte er und fügte hinzu, dass dann Hubschrauber erschienen, die etwa 20 US-Soldaten in das Gebiet brachten. "Irgendwann starteten sie etwas. Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll. Es war wie eine sehr intensive Schallwelle. Plötzlich hatte ich das Gefühl, mein Kopf würde von innen explodieren", sagte der Zeuge. "Wir alle fingen an, aus der Nase zu bluten. Einige erbrachen Blut. Wir fielen zu Boden und konnten uns nicht mehr bewegen. Wir konnten nach dieser Schallwaffe – oder was auch immer es war – nicht einmal mehr aufstehen."
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Dennoch gibt es auch weitere Erklärungen in der US-Presse für das Versagen der venezolanischen Verteidigung. Laut einem Bericht der "New York Times" waren die hochmodernen russischen Luftabwehrsysteme Venezuelas laut US-Beamten nicht einmal mit dem Radar verbunden, als die US-Hubschrauber über Caracas auftauchten, um Maduro zu fassen.
Dem Bericht zufolge hatte Venezuela Schwierigkeiten gehabt, die russische Ausrüstung zu warten. Oft hätten die notwendigen Ersatzteile und das technische Wissen gefehlt. Zudem soll das US-Militär vor der Gefangennahme Maduros auch Standorte bombardiert haben, an denen russische bodenbasierte Flugabwehrsysteme vom Typ Buk-M2 stationiert oder gelagert waren.

