Coronavirus: Wie künstliche Antikörper vor Covid-19 schützen könnten
Icon: vergrößernImpfung gegen das Coronavirus: Kurzzeitschutz durch monoklonale Antikörper wenn es für eine Impfung zu spät ist
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Antikörper zählen zu den wichtigsten Verteidigern des Körpers gegen Krankheitserreger. Auch bei Covid-19 spielen die Moleküle eine entscheidende Rolle. Ob künstlich hergestellte Antikörper eine Zeit lang einen Schutz vor Covid-19 erzeugen können, testen britische Forscherinnen und Forscher jetzt in zwei Studien.
In der ersten Studie erhalten Teilnehmende Antikörper von Personen, die kürzlich einen Corona-Risikokontakt hatten – etwa weil ein Familienmitglied infiziert ist – und jetzt möglicherweise selbst frisch mit Sars-CoV-2 infiziert sind. »Wir wissen, dass diese Antikörper-Kombination das Virus neutralisieren kann. Deshalb hoffen wir, dass die Spritze Menschen einen sofortigen Schutz bietet, die dem Coronavirus gerade ausgesetzt waren – wenn es also für eine Impfung schon zu spät ist«, wird Studienleiterin Catherine Houlihan in einer Mitteilung des University College London zitiert.
In der zweiten Studie wollen die Forscher herausfinden, ob eine Antikörpergabe ähnlich wie eine Impfung vor Covid-19 schützen kann. »Wir suchen Teilnehmer, die alt sind oder gepflegt werden und die Krankheiten wie Krebs oder HIV haben, die möglicherweise die Immunantwort auf eine Impfung beeinträchtigen«, sagt Studienleiterin Nicky Longley.

