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Coronavirus: Warum Deutschland im Corona-Winter so kläglich versagt

December 11
14:16 2020
Intensivstation des Universitätsklinikums Essen: Der November als verschenkte Zeit Icon: vergrößern

Intensivstation des Universitätsklinikums Essen: Der November als verschenkte Zeit

Foto: Fabian Strauch / dpa

Drei Meldungen aus den vergangenen Tagen: Engpass in der Collm-Klinik im nordsächsischen Oschatz. Nur noch Patienten, die in die Triagekategorie »Rot« fallen, deren Leben also akut bedroht ist, werden aufgenommen.

In der Arberlandklinik im bayerischen Zwiesel sind Dutzende Pflegekräfte infiziert. Das Krankenhaus musste sich von der Notfallversorgung abmelden.

In Krankenhäusern im sächsischen Landkreis Görlitz waren wegen der hohen Zahl an Corona-Toten in dieser Woche die Kühllager für Leichen überfüllt. Ein Verabschiedungsraum diente als Notlösung, um die Verstorbenen aufzubahren.

Das ist Deutschland im Dezember 2020, ein Land, dem ein »Wellenbrecher-Shutdown« eigentlich ein entspanntes Weihnachtsfest ermöglichen sollte. Jetzt diskutiert die Politik über einen zweiten Shutdown, einen harten, mit geschlossenen Geschäften und verlängerten Schulferien.

Vor wenigen Wochen noch sah die Lage ganz anders aus. Als die Ministerpräsidenten und die Kanzlerin am 28. Oktober den »Shutdown light« für vier Wochen beschlossen, waren alle zufrieden mit sich. Die Politik, so schien es, hatte einen Plan.

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