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Coronavirus-News am Montag: Söder ruft Bundesländer zu schärferen Corona-Maßnahmen auf

August 24
15:08 2020
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder: "Die Entwicklung ist besorgniserregend" Icon: vergrößern

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder: "Die Entwicklung ist besorgniserregend"

Foto: Peter Kneffel / dpa

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Finnland grenzt Personenzahl für öffentliche Versammlungen ein

13.10: Finnland wird zur Eindämmung der Infektionen ab September öffentliche Versammlung auf 50 Personen begrenzen. Nachdem sich im August bis zu 500 Personen versammelt durften, gelten die neuen Grenzwerte sowohl im Innen- als auch im Außenbereich, teilt die staatliche Verwaltungsbehörde mit. "Es ist absolut notwendig, die Einschränkungen zu verschärfen, da sich die epidemiologische Situation in Finnland in eine ungünstige Richtung geändert hat und die bestätigten Covid-19-Fälle im Laufe des August gestiegen sind."

Lufthansa verschärft Maskenpflicht

12.41 Uhr: Die Lufthansa verschärft zur Eindämmung der Corona-Pandemie die Maskenpflicht an Bord von Flugzeugen der Konzern-Airlines. Ausnahmen beim Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung sind ab September nur noch mit ärztlichem Attest möglich, wie die Lufthansa am Montag mitteilte. Außerdem muss für eine Befreiung von der Maskenpflicht ein negativer Covid-19-Testvorgelegt werden.

Dem Konzern zufolge muss das ärztliche Attest auf einem von der Airline vorgegebenen Formblatt vorgelegt werden. Fluggäste können das Dokument demnach auf den Websites der Fluggesellschaften herunterladen. Zur Lufthansa gehören auch die Fluglinien Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines und Eurowings. Der negative Covid-19-Test darf zum planmäßigem Start der Reise nicht älter als 48 Stunden sein.

Fast 100 Infizierte in einer FKK-Anlage in Frankreich

12.39 Uhr: In einer FKK-Anlage in Cap D'Agde wurden mittlerweile fast 100 Urlauber positiv auf das Coronavirus getestet. Wie die regionalen Gesundheitsbehörden am Sonntag mitteilten, wurden 38 Menschen am Montag positiv getestet, weitere 57 am Mittwoch. Der Anteil der Infektionen lag unter den Besuchern dieser Urlaubsanlage deutlich höher als in der Stadt d'Agde. Weitere 50 Urlauber wurden demnach nach ihrer Rückkehr nach Hause positiv getestet und andere Testergebnisse standen noch aus.

Söder ruft Bundesländer zur Verschärfung der Maßnahmen auf

12.36 Uhr: Bayern verschärft seine Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie und plädiert für ein bundeseinheitliches Vorgehen. "Wir müssen die Zügel wieder anziehen und nicht die Zügel wieder lockern", sagte Ministerpräsident Markus Söder und verwies zur Begründung auf steigende Infektionszahlen. "Die Entwicklung ist besorgniserregend. Corona ist wieder auf dem Sprung zu einer exponenziellen Entwicklung." Die Gründe dafür seien zurückkehrende Urlauber, zurückkehrende Angehörige von Familienbesuchen in Ost- und Südosteuropa und Leichtsinn.

Bayern werde die Kontrollen zur Einhaltung etwa der Maskenpflicht ausweiten und seine Bußgelder für Verstöße gegen Hygienemaßnahmen erhöhen. Söder rief andere Bundesländer auf, ebenso zu handeln. "Es kann nicht sein, dass es Bundesländer gibt, die überhaupt keine Bußgelder haben." Er plädiere zudem dafür, keine neuen Großveranstaltungen wie Feste und Fußballspiele mit Zuschauern zuzulassen. "Wir werden uns dafür einsetzen, auf Bundesebene eine einheitliche Obergrenze zu entwickeln für Versammlungen." Auch eine generelle Pflicht zum Tragen von Atemschutzmasken am Arbeitsplatz müsse diskutiert werden. Ziel dieser Schritte sei es, einen erneuten Lockdown zu verhindern.

Metall-Arbeitgeber fordern längere Hilfen bei Kurzarbeit

12.24 Uhr: Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall fordert von der Bundesregierung eine deutlich längere Übernahme der Sozialabgaben bei Kurzarbeit bis Jahresende 2021. "Sonst droht ein massiver Anstieg der Arbeitslosigkeit nicht nur in der Metall- und Elektro-Industrie", erklärte Hauptgeschäftsführer Oliver Zander. Kurzarbeit ohne Erstattung der Sozialabgaben über längere Zeiträume entziehe den Unternehmen zu viel Liquidität. Dann seien Entlassungen programmiert.

Bis Jahresende erstattet die Bundesagentur für Arbeit (BA) Arbeitgebern die Sozialabgaben für Kurzarbeiter noch in voller Höhe. Allein für 2020 rechnet die Behörde dafür mit Zusatzausgaben von rund acht Milliarden Euro. Die Spitzen von Union und SPD wollen am Dienstag im Koalitionsausschuss über eine Verlängerung der Kurzarbeitregeln sprechen, mit denen in der Coronakrise Massenentlassungen verhindert werden sollen.

Willem-Alexander und Máxima bedauern Verstoß

12.06 Uhr: Das niederländische Königspaar hat eingeräumt, im Griechenland-Urlaub gegen die Abstandsregel verstoßen zu haben. "In der Spontaneität des Moments haben wir darauf nicht gut geachtet", schrieben König Willem-Alexander und seine Frau Máxima auf Twitter. "Das hätten wir natürlich tun müssen." Denn auch im Urlaub sei das Befolgen der Maßnahmen sehr wichtig.

In den Niederlanden war das Verhalten des Königspaares kritisiert worden. Es habe eine Vorbildfunktion und müsse sich auch im Urlaub an die von der Regierung vorgeschriebenen Regeln halten, kommentieren Beobachter und Bürger in den sozialen Medien.

Bali lässt dieses Jahr keine ausländischen Touristen mehr einreisen

11.25 Uhr: Aus Angst vor einer Ausbreitung des Coronavirus dürfen ausländische Touristen bis Jahresende nicht mehr auf die indonesische Ferieninsel Bali. Wie am Montag bekannt wurde, will die Inselregierung anders als bislang geplant ausländische Urlauber nicht bereits ab dem 11. September zurückkehren lassen, sondern frühestens kommendes Jahr. Hintergrund sind steigende Infektionszahlen in Indonesien und zahlreiche in den Herkunftsländern der Touristen beschlossene Reisebeschränkungen.

Ein genaues Datum für die Rückkehr ausländischer Touristen wurde bisher nicht genannt. Inländische Touristen dürfen seit Ende Juli wieder die Strände und kulturellen Sehenswürdigkeit der Insel genießen.

Frankreich will britische Quarantäne-Regeln erwidern

10.53 Uhr: Frankreich reagiert auf die Quarantäne für seine Staatsbürger in Großbritannien mit einer ähnlichen Maßnahme. "Für Reisende, die aus dem Vereinigten Königreich zurückkehren, wird es wahrscheinlich in den nächsten Tagen restriktive Maßnahmen geben, die vom Ministerpräsidenten und dem Verteidigungsrat beschlossen werden", kündigte Europastaatssekretär Clement Beaune im Fernsehsender France 2 an.

Britische Frankreichreisende müssen künftig bestätigen, dass sie nicht an Covid-19-Symptomen leiden oder in den vergangenen 14 Tagen in Kontakt mit einer positiv getesteten Person waren, hatte die Regierung in London am Freitag angekündigt. Zudem müssen Frankreich-Rückkehrer seit 15. August in eine 14-tägige Quarantäne. Die britische Regierung hat die Maßnahmen mit steigenden Corona-Fällen in Frankreich begründet.

Testkapazitäten in Berlin ausgeschöpft

10.35 Uhr: Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci hat eingeräumt, dass die Kapazitäten für Tests auf Covid-19 in Berlin an Grenzen stoßen. Sie seien durch die massiven Testungen der Reiserückkehrenden ausgeschöpft. "Wir sind jetzt bei 93 Prozent", sagte die SPD-Politikerin. Hinzu komme die Information durch die Labors, dass die Knappheit von Verbrauchsmaterialien die Testkapazitäten weiter einschränken werde. In den Ländern sei die Situation unterschiedlich. "Es ist ein Thema, das muss man einfach zur Kenntnis nehmen. Wir werden uns heute in der GMK-Schalte austauschen, wie wir weiter verfahren mit den Reiserückkehrenden."

Die Gesundheitsminister der Länder wollen sich bei einer Schaltkonferenz am Nachmittag austauschen. Die Konferenzvorsitzende Kalayci verteidigte die Entscheidung, Tests für Reiserückkehrer etwa an Flughäfen und Bahnhöfen einzuführen. "Es war Konsens bundesweit hier einen Fokus zu setzen, weil wir über die Reiserückkehrenden ein Einschleppungsrisiko gesehen haben." Die Zahlen in Berlin und bundesweit in den letzten Wochen bestätigten das auch. Ein erheblicher Teil der Infektionen gehe auf Reiserückkehrende zurück.

Rosenheim überschreitet Grenzwert und verschärft Beschränkungen

10.08 Uhr: Die Stadt Rosenheim hat am Wochenende den 7-Tage-Grenzwert bei den Infektionen überschritten und reagiert mit Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Der Wert habe am Wochenende bei 53,7 Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner gelegen, teilte die Stadt am Montag mit. Damit ist nicht nur der Frühwarnwert für Bayern von 35 Neuinfektionen überschritten, sondern auch die von Bund und Ländern vereinbarte Schwelle für verschärfte Beschränkungen des öffentlichen Lebens.

Deshalb gelten nun unter anderem stärkere Beschränkungen für private Veranstaltungen und für Gruppen in der Öffentlichkeit. Etwa dürfen nur noch maximal 50 Menschen an nicht öffentlichen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen teilnehmen, unter freiem Himmel sind höchstens 100 Leute zugelassen. In der Öffentlichkeit dürfen sich nur noch Mitglieder eines Hausstands oder maximal fünf Menschen in Gruppen aufhalten.

Passagiere bleiben Flughäfen fern

09.36 Uhr: Obwohl die meisten Fluggesellschaften im Juli ihr Flugprogramm wieder ausgebaut haben, hat an den deutschen Flughäfen weiterhin Corona-Flaute geherrscht. Nur knapp 4,9 Millionen Passagiere nutzten in diesem Monat die Airports, ein rundes Fünftel der Zahl aus dem Vorjahresmonat, wie der Flughafenverband ADV am Montag in Berlin mitteilte. Die gewerblichen Flugbewegungen lagen 62,9 Prozent hinter dem Juli 2019 zurück.

Wegen der internationalen Reisebeschränkungen fehlten besonders die Passagiere auf den Interkontinentalflügen (-93,5 Prozent). Im Europaverkehr waren die jahresbezogenen Passagierrückgänge mit einem Minus von 76,8 Prozent etwas schwächer ausgeprägt. Innerdeutsch waren 80,2 Prozent weniger Menschen mit dem Flugzeug unterwegs.

Tschentscher will bundesweite Einheitlichkeit

09.02 Uhr: Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) unterstützt Forderungen nach mehr Einheitlichkeit bei den Corona-Regeln. "Man kann durch Einheitlichkeit die Verständlichkeit, die Akzeptanz der Regeln verbessern", sagte Tschentscher am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". Angesichts zahlreicher Fälle von Infektionen auf privaten Feiern plädierte der SPD-Politiker zudem für eine Obergrenze bei solchen Veranstaltungen. Er neige zu einer Größenordnung von 50 Teilnehmern "und nicht darüber", sagte Tschentscher.

Angesichts steigender Infektionszahlen in Deutschland mehren sich vor den Beratungen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag die Stimmen für eine einheitliche Maskenpflicht und einheitliche Bußgelder bei Verstößen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will sich dafür einsetzen. Zudem sprach sich unter anderem CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer für eine verstärkte Maskenpflicht am Arbeitsplatz und in Schulen aus.

Französische Wirtschaft bricht um elf Prozent ein

08.46 Uhr: Die französische Regierung rechnet ungeachtet der Erholung in den vergangenen Wochen weiter mit einem heftigen Konjunktureinbruch wegen der Coronakrise. "Vorerst" gehe er weiterhin von einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes in diesem Jahr von elf Prozent aus, sagte Finanzminister Bruno Le Maire am Montag. "Während es im Mai/Juni eine starke Erholung gegeben hat, bleiben bis zum Jahresende noch viel Unsicherheiten – insbesondere im Hinblick auf Brexit, die US-Wahlen und den neuen chinesischen Fünfjahresplan", sagte Le Maire. "All dies wird den Welthandel und damit das französische Wachstum belasten."

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der nach Deutschland zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone war im zweiten Quartal wegen der Coronakrise im Rekordtempo von 13,8 Prozent eingebrochen. Zum Vergleich: Die deutsche Wirtschaft schrumpfte um 10,1 Prozent. Die Bundesregierung rechnet bislang für das Gesamtjahr mit einem Minus von 6,3 Prozent.

400 Bußgelder in Paris nach Champions-League-Finale

07.47 Uhr: Nach der Niederlage im Champions-League-Finale gegen den FC Bayern München haben Anhänger von Paris St. Germain in der französischen Hauptstadt randaliert. Die Polizei nahm in der Nacht zu Montag 148 Menschen fest, wie sie auf Twitter mitteilte. Gewaltbereite Fans bewarfen die Sicherheitskräfte auch mit Flaschen und feuerten Feuerwerkskörper in ihre Richtung ab, wie eine Reporterin der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Die Sicherheitskräfte wiederum setzten Tränengas ein und feuerten mit Gummigeschossen. Die gewalttätigen Konfrontationen dauerten über Stunden an. Die Ausschreitungen hatten bereits während des Fußballspiels im Umfeld des Prinzenparks, dem Heimatstadion von PSG, begonnen. Sie weiteten sich danach auf den Prachtboulevard Champs-Élysées aus.

Mehr als 400 Bußgeldbescheide seien außerdem wegen des Verstoßes gegen die Corona-Maskenpflicht verhängt worden, teilte die Polizei mit. Trotz der Corona-Pandemie hatten 5000 PSG-Fans im Prinzenpark die Übertragung des Finales verfolgen dürfen, das in Lissabon stattfand. Lesen Sie hier mehr.

Mehr als 61.000 Neuinfektionen in Indien

07.05 Uhr: Indien meldet 61.408 Neuinfektionen. Damit steigt die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus auf über 3,1 Millionen, wie aus Daten des Gesundheitsministerium hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle erhöht sich binnen 24 Stunden um 836 auf 57.542. Indien ist nach den USA und Brasilien am schwersten von der Pandemie betroffen. Bereits am Sonntag waren mehr als drei Millionen Infektionen registriert worden, nachdem erst 17 Tage zuvor die Marke von zwei Millionen überschritten worden war.

Auckland bleibt im Lockdown

06.49 Uhr: Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern hat die Corona-Beschränkungen für die größte Stadt des Landes, Auckland, verlängert. Der Lockdown wurde bereits seit dem 11. August verhängt und sollte eigentlich am Mittwoch auslaufen – nun gilt er bis einschließlich Sonntag dieser Woche.

Ardern verkündete außerdem eine landesweite Maskenpflicht ab kommendem Montag in öffentlichen Verkehrsmitteln. Dann sollen auch Versammlungen für zehn Personen in Auckland wieder erlaubt sein, Schulen und Geschäfte dürfen wieder öffnen.

Im August wurden in Neuseeland die ersten Corona-Fälle seit mehr als drei Monaten entdeckt, inzwischen sind mehr als 150 Menschen nachweislich infiziert. "Dies ist ein eingedämmtes Cluster", sagte Ardern vor Journalisten. "Aber es ist unser größtes." Das bedeute, dass noch eine Weile neue Fälle auftreten könnten.

711 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

05.18 Uhr: Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Montagmorgen haben die Gesundheitsämter binnen 24 Stunden 711 Fälle an das RKI übermittelt. An Sonntagen und Montagen sind die gemeldeten Fallzahlen erfahrungsgemäß oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln.

An den Tagen zuvor hatte die tägliche Zahl der Neuinfektionen noch weit höher gelegen. Am Samstag war mit 2034 neuen Fällen erstmals seit Ende April die 2000er-Marke überschritten worden. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Seit Ende Juli steigt die Zahl wieder.

Bislang gab es hierzulande mindestens 233.575 Sars-CoV-2-Infizierte. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9272. Seit dem Vortag wurden drei Todesfälle mehr gemeldet. Bis Montagmorgen hatten etwa 208.200 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Sonntag bei 1,08 (Vortag: 1,13). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI einen sogenannten Sieben-Tage-R an. Er bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Sonntag bei 1,07 (Vortag: 1,16). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

Gesundheitsminister beraten – unter anderem über Feier-Obergrenze

04.38 Uhr: Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen an diesem Montag über das weitere Vorgehen in der Coronakrise beraten. Bei einer Telefonkonferenz soll es unter anderem um die Auflagen für Familienfeiern und andere Veranstaltungen gehen, wie Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) als Vorsitzende der Konferenz ankündigte. In der Frage, ob es neue Obergrenzen für private Feste geben sollte, gibt es bisher keine klare Linie. Die Forderung nach einer bundesweit einheitlichen Regelung stößt in mehreren Bundesländern auf Widerstand.

Bei einer Videokonferenz wollen am Donnerstag auch die Ministerpräsidenten der Länder mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über dieses Thema beraten. Nach Ansicht der Bundesregierung tragen vor allem private Feiern, bei denen die Hygiene- und Abstandsregeln nicht eingehalten werden, sowie Rückkehrer aus Risikogebieten zu den steigenden Infektionszahlen in Deutschland bei.

Bahn will Einhaltung der Maskenpflicht abends an Bahnhöfen stärker kontrollieren

03.37 Uhr: Die Deutsche Bahn will in den Abendstunden ihre Präsenz von Sicherheitskräften an Stationen erhöhen. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. Demnach soll das zusätzlich eingesetzte Personal die Einhaltung der Maskenpflicht an den Bahnhöfen kontrollieren. "Maske tragen ist keine unverbindliche Empfehlung, sondern Pflicht. Es ist deshalb für uns nicht hinnehmbar, wenn sich Einzelne nicht an die Regeln halten", sagt Hans-Hilmar Rischke, Sicherheitschef der Deutschen Bahn, der Zeitung.

Die Maßnahme wird dem Blatt zufolge von der Bahn als nötig erachtet, da beim Sichten von Videomaterial, das erstmals auf die Einhaltung der Maskenpflicht durchgeschaut wurde, auf sechs Hamburger S-Bahnhöfen Verstöße festgestellt wurden.

Die Bilder von DB-Kameras waren demnach punktuell und stichprobenhaft ausgewertet worden. In den Morgen- und Nachmittagsstunden mit der hohen Zahl von Pendlern habe dieser Auswertung zufolge der Anteil der Menschen mit Maske durchweg über 90 Prozent gelegen, vielfach sogar über 99 Prozent. Nach 23 Uhr habe das Bild aber anders ausgesehen.

An den Bahnhöfen Hamburg-Harburg und Reeperbahn beispielsweise lag der Zeitung zufolge spätabends und nachts, als viele jüngere Menschen unterwegs waren und auch mehr Alkoholkonsum im Spiel war als zu anderen Tageszeiten, der Anteil der Menschen ohne Maske bei rund 20 Prozent. Vor einigen Tagen hatte die Deutsche Bahn bereits angekündigt, die Einhaltung der Maskenpflicht innerhalb der Züge verstärkt zu kontrollieren.

Schwere Ausschreitungen in Paris

02.50 Uhr: In München steigt die Party, in Paris brennen Autos: Nach dem verlorenen Finale ist es in der französischen Hauptstadt zu schweren Übergriffen gekommen. Mehr zu den Vorfällen lesen Sie hier.

Münchner Polizei gibt Abstands-Tipps zum Feiern

01.10 Uhr: Ein Fanschal, fünf Pizzas oder sieben Fußbälle: Die Münchner Polizei hat Fans des FC Bayern nach dem Sieg der Champions League Tipps zum Feiern mit Corona-Abstand gegeben. "Wir gratulieren dem @FCBayern zum Gewinn der #ChampionsLeague. Wir haben ein paar Möglichkeiten, wie Ihr heute in #München mit genügend Abstand feiern könnt", twitterten die Beamten am Sonntagabend über den offiziellen Kanal des Münchner Polizeipräsidiums. Dazu verlinkten sie ein Grafik mit sieben Beispielen – darunter auch: sechs Fußballschuhe, drei Getränkekisten und zwei Champions-League-Pokale.

Polizei verwarnt Hunderte Personen in Paris während CL-Finale

00.30 Uhr: In Paris zumindest hat das mit dem Abstand bisher noch nicht so recht geklappt. Die Polizei dort hat nach eigenen Angaben während des Champions-League-Finales Dutzende Verwarnungen ausgesprochen.

In 274 Fällen habe es einen Verstoß gegen die Maskenpflicht gegeben, teilte die Pariser Polizeipräfektur auf Twitter mit. Auch hätten sich Menschen nicht an die Corona-Abstandsregeln gehalten. Bis zum späten Sonntagabend gab es der Polizei zufolge drei Festnahmen. Die Gründe für diese gab die Polizeipräfektur zunächst nicht bekannt.

In der Pariser Hauptstadt waren coronabedingt keine Fan-Zonen zugelassen. Die Stadt sperrte am Sonntagabend aber die Prachtstraße Champs-Élysées, damit Fußgänger mehr Platz hatten. Dort und rund um das Heimstadion von Paris Saint-Germain, dem Prinzenpark, war das Tragen einer Schutzmaske verpflichtend.

US-Regierung erlaubt Covid-19-Behandlung mit Blutplasma Genesener

00.00 Uhr: Die US-Regierung erteilt eine Notfallgenehmigung für eine Covid-19-Behandlung mit Blutplasma, das Antikörper gegen das Coronavirus enthält. Das kündigte US-Präsident Donald Trump am Sonntagabend (Ortszeit) im Weißen Haus an. Bei der sogenannten Immunplasma-Therapie bekommen Patienten Plasma von Menschen, die nach einer natürlichen Infektion Antikörper gebildet hatten.

Plasma wird seit über 100 Jahren genutzt und gilt als sicher für Patienten. Bislang noch unklar ist aber, wie wirksam Plasma tatsächlich ist, um die Covid-Sterblichkeitsrate zu senken.

Icon: Der Spiegel

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