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Corona-Pandemie: Das Impfstoffdebakel beschädigt das Fundament des Staates

February 14
22:37 2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Icon: vergrößern

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU)

Foto: Jens Jeske/www.jens-jeske.de

Es ist sechs Wochen her, dass Großbritannien die Europäische Union verlassen hat. Und punktgenau zum Brexit ist die Corona-Pandemie in eine neue Phase getreten.

Pandemien stellen die Welt auf den Kopf und produzieren Paradoxien jenseits aller Vorstellungen und Werte. Dass es beispielsweise gesund ist, sich sozial zu isolieren. Dass man sich fügt darin, die Gestaltung seines Lebens aus der Hand zu geben. Dass es keine Alternative dazu gibt, der Wissenschaft zu vertrauen, auch wenn sie bisweilen Wahrheiten produziert, die nur ein paar Wochen lang halten. Und dass die Briten – ist das noch ein Paradoxon oder nur ein schaler Witz? – endlich einen guten Grund für den Brexit gefunden haben: Drei Millionen Menschen werden derzeit jede Woche in Großbritannien gegen Corona geimpft, viermal mehr als in Deutschland. 19 Prozent der Briten haben schon die erste Dosis erhalten, in Deutschland sind es nur 3 Prozent.

Sollte es in dem Tempo weitergehen, hätte das Vereinigte Königreich womöglich im Sommer die Herdenimmunität erreicht. Deutschland, angenommen es joggte weiterhin so langsam durch die Krise, würde dieses Jahr gewiss keine ausreichende Durchimpfung der Bevölkerung schaffen. Das alles ist kaum erträglich.

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