Corona-News am Samstag: »Dritte Welle wird über uns hereinbrechen«
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Foto: photonews.at/Georges Schneider / imago images/photonews.at
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Ungarn startet mit Impfungen
12.36 Uhr: Ungarn startet einen Tag früher als die meisten EU-Länder mit der Impfung gegen das Coronavirus. »Wir haben mit den Impfungen unter den Mitarbeitern des Gesundheitswesens nach einem zuvor festgelegten Plan begonnen«, sagte ein Regierungssprecher auf Anfrage von Reuters.
Mutierte Corona-Variante auch in Spanien nachgewiesen
12.28 Uhr: Vier Fälle der Coronavirus-Variante, die als besonders ansteckend eingestuft wurde und kürzlich in Großbritannien aufgetreten ist, wurden in der spanischen Stadt Madrid entdeckt. Das teilte die Regionalregierung mit. Alle vier Infizierten seien kürzlich aus dem Vereinigten Königreich eingereist.
Städtetag warnt vor übertriebenen Erwartungen an Impfstart
11.50 Uhr: Der Deutsche Städtetag hat vor zu hohen Erwartungen an den Start der Corona-Impfungen am Sonntag gewarnt. »Wir sind in den Städten sehr erleichtert, dass jetzt mit den Impfungen begonnen werden kann. Es ist ein Anfang gemacht, aber der Spuk mit dem gefährlichen Coronavirus ist noch nicht vorbei«, sagte Städtetagspräsident Burkhard Jung den Zeitungen der Funke Mediengruppe. »Die Infektionslage ist aktuell weiterhin besorgniserregend.«
Die Impfzentren seien eingerichtet und könnten innerhalb von einer Arbeitswoche hochgefahren werden. »Wann in den Impfzentren geimpft werden kann, hängt aber stark von der Zahl der Impfdosen ab«, betonte Jung. »Die Zeit für Massenimpfungen ist noch nicht gekommen. Dafür gibt es zunächst viel zu wenig Impfstoff.«
Die Menschen sollten »erst dann mit den Impfzentren oder Ärzten Kontakt aufnehmen, wenn genügend Impfstoff da ist und zur Terminvereinbarung aufgerufen wird«, appellierte der Leipziger Oberbürgermeister und SPD-Politiker. »Die Mitarbeitenden an der zentralen Rufnummer 116117 sowie an den Corona-Hotlines der Städte und Kreise dürfen nicht durch Terminanfragen belastet werden, solange eine Terminvergabe mangels Impfdosen nicht möglich ist.«
Gesundheitsminister Spahn zum Impfstart
11.15 Uhr: Ab heute wird der Corona-Impfstoff bundesweit verteilt, morgen beginnen die Impfungen. Wie die Vorbereitungen laufen und welche Anlaufschwierigkeiten es geben könnte, erklärt Gesundheitsminister Jens Spahn hier.
Laumann: Anfang März sollten alle Altenheime in NRW mit Impfstoff versorgt sein
10.25 Uhr: Einen Tag vor dem Impfstart in Deutschland sind erste Lkw-Ladungen mit dem Vakzin auch in Nordrhein-Westfalen angekommen. »Es ist erst noch eine kleine Menge, die wird aber in den nächsten Tagen aufgestockt«, sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet vor dem Impfzentrum in Düsseldorf. Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann kündigte an, bis Ende des Jahres werde NRW knapp 300.000 Impfdosen erhalten. Bis Anfang März könnten dann alle 2300 Altenheime in NRW mit einem Impfstoff versorgt sein, so der CDU-Politiker.
Iran: Rückgang der Fallzahlen nach Lockdown
10.12 Uhr: In Iran hat der einmonatige Lockdown zu einem Rückgang der Corona-Fallzahlen geführt. »Wir müssen nun versuchen, zunächst den Status quo zu stabilisieren und dann die Zahlen noch weiter zu senken«, sagte Präsident Hassan Ruhani. Seit dem landesweiten Lockdown Ende November sind die Todeszahlen von über 480 pro Tag auf 130, die der Neuinfektionen von 14.000 auf 6000 gesunken. Bis zur »Idealsituation« sei es zwar noch ein langer Weg, aber die jüngsten Zahlen sowie Aussicht auf effiziente Impfstoffe machten Hoffnung, so der Präsident im Staatsfernsehen.
Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie Ende Februar gab es in Iran über 54.000 Todesfälle und mehr als eine Million Infektionen. Trotz akuter Wirtschaftskrise hat die Zentralbank 200 Millionen Euro für die Einfuhr von Corona-Impfstoffen bereitgestellt. Außerdem arbeitet das Gesundheitsministerium auch an einem lokalen Impfstoff. Trotzdem ist es weiterhin unklar, wann und wie in Iran geimpft werden soll.
Golfstar Norman mit Corona-Infektion im Krankenhaus
09.22 Uhr: Australiens Golfstar Greg Norman hat Weihnachten mit einer Corona–Infektion im Krankenhaus verbracht. Auf Instagram postete der 65-jährige Australier ein Foto mit medizinischem Equipment im Hintergrund und einer Maske der Pittsburgh Steelers vor Mund und Nase. »Das sagt alles. Mein Weihnachtstag«, schrieb der zweimalige Masters-Sieger aus seinem Krankenbett.
Norman war am Dienstag in seinem Haus in Florida negativ getestet worden. Am Donnerstag klagte er über leichtes Fieber, Husten, Unwohlsein und Kopfschmerzen und wurde ins Krankenhaus eingeliefert. »Ich möchte dieses Virus hinter mir lassen und nie wieder etwas damit zu tun haben«, schrieb er.
Österreich startet in den dritten Lockdown
08.33 Uhr: In Österreich beginnt am Samstag der dritte Lockdown. Viele Geschäfte müssen drei Wochen schließen. Außerdem gelten bis mindestens Mitte Januar Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen. Mit der Maßnahme will das Land die Verbreitung des Coronavirus weiter eindämmen. Zuletzt war das öffentliche Leben von Mitte November bis Anfang Dezember heruntergefahren worden.
Russischer Impfstoff nun auch für Menschen über 60 Jahren zugelassen
08.26 Uhr: Russland hat Medienberichten zufolge seinen Covid-19-Impfstoff Sputnik V nun auch für die Anwendung bei Personen im Alter von über 60 Jahren zugelassen. Das berichteten russische Nachrichtenagenturen unter Verweis auf das Gesundheitsministerium. In Russland waren Menschen über 60 Jahre bislang vom nationalen Impfprogramm ausgeschlossen, da der Corona-Impfstoff für diese Altersgruppe separat getestet wurde. Russland hatte mit Sputnik V bereits im August als weltweit erstes Land einen Corona-Impfstoff zugelassen, allerdings, ohne dass vorher eine groß angelegte Studie stattgefunden hätte.
Mehr als 84.000 Neuinfektionen in den USA
07.15 Uhr: In den USA haben sich mindestens 84.221 Personen binnen 24 Stunden mit dem Coronavirus infiziert. Die Gesamtzahl steigt damit auf knapp 18,7 Millionen Fälle, wie aus einer Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters auf Basis offizieller Daten hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus erhöhte sich um 1168 auf insgesamt 330.311.
Erster Fall von Corona-Mutation in Frankreich entdeckt
07.01 Uhr: Die in Großbritannien entdeckte Coronavirus-Mutation ist erstmals auch in Frankreich nachgewiesen worden. Das Virus wurde bei einem zuvor aus dem Vereinigten Königreich eingereisten Franzosen festgestellt, wie das Gesundheitsministerium in Paris in der Nacht zu Samstag mitteilte. Der Mann aus dem zentralfranzösischen Tours sei am Samstag vergangener Woche aus London eingereist und am Montag positiv auf das Virus getestet worden. Untersuchungen hätten am Freitag bestätigt, dass es sich um die mutierte Corona-Variante handelt.
Der in Großbritannien lebende französische Staatsangehörige zeige keine Symptome einer Corona-Erkrankung, erklärte das Ministerium weiter. Der Mann befinde sich in häuslicher Quarantäne.
Zuvor hatten die französischen Behörden am Freitag mitgeteilt, dass binnen 24 Stunden insgesamt 20.262 neue Corona-Fälle bekannt geworden seien. Frankreich gehört zu den in Europa am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder. Die Zahl der Corona-Todesfälle stieg auf 62.427.
Die britische Regierung hatte am vergangenen Wochenende darüber berichtet, dass sich in Teilen Englands eine Variante von Sars-CoV-2 ausgebreitet habe, die deutlich ansteckender sein könnte als die bisherige Form. Dies hatte weltweit Besorgnis ausgelöst. Am Donnerstag war ein erster Fall der Virusmutation in Baden-Württemberg entdeckt worden.
Der Impfstoff ist angekommen
07.00 Uhr: Einen Tag vor Beginn der Corona-Impfungen in Deutschland sind die ersten Impfstoffdosen in einzelnen Bundesländern eingetroffen. In Bayern nahmen Innenminister Joachim Herrmann und Gesundheitsministerin Melanie Huml (beide CSU) die Lieferung am Samstagmorgen in Erlangen in Empfang.
Es handele sich um die Hälfte der für den Freistaat bestimmten ersten 9750 Impfdosen, sagte Huml. Die übrigen Dosen sollten in München ankommen. Von München und Erlangen aus wird der Impfstoff regional verteilt, alle 99 Impfzentren in Bayern sollen damit versorgt werden. Am Sonntag sollen die ersten mobilen Impfteams ausrücken, um vor allem in Alten- und Pflegeheimen sowie in Krankenhäusern zu impfen.
Auch in Italien, Österreich, Frankreich, Polen, Tschechien und der Niederlande sind die ersten Impfdosen eingetroffen.
Zahl der Ansteckungen in Südkorea weiterhin hoch
06.38 Uhr: Die Zahl der Neuansteckungen in Südkorea bleibt weiter hoch. Es seien innerhalb von 24 Stunden 1132 Neuinfektionen registriert worden, teilt das Seuchenzentrum mit. Erst am Tag zuvor hatte das Land mit 1241 Fällen einen Höchstwert gemeldet. »Das Virus breitet sich aus, wann und wo immer es will«, sagte Gesundheitsminister Kwon Deok-cheol.
RKI meldet 14.455 Neuinfektionen
05.43 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet am zweiten Weihnachtsfeiertag 14.455 Corona-Neuinfektionen in Deutschland binnen 24 Stunden. Das sind weniger als die Hälfte als vor einer Woche, als 31.300 Neuinfektionen registriert wurden. Allerdings weist das Institut darauf hin, dass während der Feiertage und zum Jahreswechsel mit weniger Tests und Laboruntersuchungen sowie weniger Übermittlungen von Testergebnissen durch die Gesundheitsämter zu rechnen sei.
Weitere 240 Menschen starben. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 170,7 von zuletzt 188,8. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen positiv getestet wurden. Insgesamt sind nun 1.627.103 Ansteckungen und 29.422 Todesfälle bestätigt.
Lehrergewerkschaft fordert frühe Entscheidung über Lockdown
05.19 Uhr: Die Lehrergewerkschaft GEW fordert eine frühe Entscheidung darüber, wie es nach den vielerorts verlängerten Ferien an den Schulen weitergehen soll. »Es ist abzusehen, dass die Lockdown-Maßnahmen über den 10. Januar hinaus verlängert werden müssen«, sagte GEW-Chefin Marlis Tepe dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Deshalb bräuchten Lehrer, Schüler und Eltern frühzeitige Informationen.
»Ansagen am Freitag, die am Montag umgesetzt sein sollen, darf es nicht mehr geben. Das hat in der Vergangenheit alle Beteiligten oft genug vor unlösbare Probleme gestellt.« Tepe sprach sich auch für eine Umstellung auf Wechselunterricht aus.
Arzt in Boston reagiert allergisch auf Moderna-Impfstoff
04.15 Uhr: Der Corona-Impfstoff des US-Konzerns Moderna hat einem Zeitungsbericht zufolge bei einem Arzt aus Boston zu einer ernsten allergischen Reaktion geführt. Der Onkologe vom Boston Medical Center, der gegen Schalentiere allergisch ist, berichtete in der »New York Times«, er habe sich unmittelbar nach der Impfung am Donnerstag schwindelig gefühlt und Herzrasen bekommen.
Ein Sprecher des Boston Medical Center sagte, der Arzt sei behandelt worden und mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen. »Es geht ihm gut.« Es ist der erste öffentlich gewordene Fall einer allergischen Reaktion auf den Moderna-Impfstoff, der seit einer Woche in den USA zugelassen ist.
20 neue Corona-Fälle in China
03.20 Uhr: China hat für Freitag 20 neue Corona-Fälle gemeldet, nach 14 am Vortag. Von den Neuinfektionen seien 12 bei eingereisten Personen festgestellt worden, teilte die staatliche Gesundheitsbehörde mit. Von den acht im Inland übertragenen Infektionen seien sechs in der nordöstlichen Provinz Liaoning und zwei in Peking aufgetreten.
Außerdem seien 19 Menschen ohne Symptome positiv auf Covid-19 getestet worden. China nimmt diese asymptomatischen Fälle nicht in die Statistik mit auf. Insgesamt gab es in China den Angaben zufolge 86.933 Corona-Fälle und 4634 Todesfälle.
Tests zeigen 50 bis 90 Prozent Wirksamkeit bei chinesischem Impfstoff
03.07 Uhr: Der von dem chinesischen Biotechunternehmen Sinovac entwickelte Corona-Impfstoff CoronaVac hat in Tests mit rund 13.000 Freiwilligen in Brasilien eine Wirksamkeit zwischen 50 und 90 Prozent gezeigt. Das sagte ein Vertreter der Gesundheitsbehörde in Sao Paulo.
Die genauen Ergebnisse der Studie will das staatliche Butantan Institut, das das Mittel als Partner von Sinovac in Brasilien produziert, spätestens am 7. Januar veröffentlichten.
Bei Studien in der Türkei hatte der Impfstoffkandidat vorläufigen Daten zufolge einen Schutz vor dem Coronavirus von 91,25 Prozent gezeigt. Brasilien verzeichnete bis Freitag insgesamt rund 7,5 Millionen bestätigte Corona-Fälle. Durch oder mit dem Virus starben 190.488 Menschen.
Virusmutation auch in Frankreich nachgewiesen
02.05 Uhr: Die in Großbritannien entdeckte Coronavirus-Mutation ist erstmals auch in Frankreich nachgewiesen worden. Das Virus wurde bei einem zuvor aus dem Vereinigten Königreich eingereisten Franzosen festgestellt, wie das Gesundheitsministerium in Paris in der Nacht zu Samstag mitteilte. Der Mann aus dem zentralfranzösischen Tours sei am Samstag vergangener Woche aus London eingereist und am Montag positiv auf das Virus getestet worden. Untersuchungen hätten am Freitag bestätigt, dass es sich um die mutierte Corona-Variante handelt.
Der in Großbritannien lebende französische Staatsangehörige zeige keine Symptome einer Corona-Erkrankung, erklärte das Ministerium weiter. Der Mann befinde sich in häuslicher Quarantäne.
Zuvor hatten die französischen Behörden am Freitag mitgeteilt, dass binnen 24 Stunden insgesamt 20.262 neue Corona-Fälle bekannt geworden seien. Frankreich gehört zu den in Europa am stärksten von der Pandemie betroffenen Ländern. Die Zahl der Corona-Todesfälle stieg auf 62.427.
Die britische Regierung hatte am vergangenen Wochenende darüber berichtet, dass sich in Teilen Englands eine Variante von Sars-CoV-2 ausgebreitet habe, die deutlich ansteckender sein könnte als die bisherige Form. Dies hatte weltweit Besorgnis ausgelöst. Am Donnerstag war ein erster Fall der Virusmutation in Baden-Württemberg entdeckt worden.
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