Nachrichten in der Welt


Nachrichten der Welt

Corona-News am Dienstag: Die wichtigsten Entwicklungen zu Sars-Cov-2 und Covid-19

December 22
11:13 2020
Teststation in München Icon: vergrößern

Teststation in München

Foto: Sven Hoppe/ dpa

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert

Nichts mehr verpassen: Für die neuesten Entwicklungen und wichtigsten Hintergründe abonnieren Sie unseren Coronavirus-Newsletter.

(Behalten Sie den Überblick: Jeden Werktag gegen 17 Uhr beantworten SPIEGEL-Autoren die wichtigsten Fragen des Tages. »Die Lage am Abend« – hintergründig, kompakt, kostenlos. Hier bestellen Sie Ihr News-Briefing als Mail.)

Israels Fallzahlen steigen, Corona-Kabinett beschließt strenge Einreiseregeln

9.10 Uhr: Die Anzahl der Corona-Neuinfektionen in Israel hat erstmals seit Oktober wieder 3500 überstiegen. Das Gesundheitsministerium teilte am Dienstag mit, binnen 24 Stunden seien 3594 neue Fälle gemeldet worden. Insgesamt wurden in dem Neun-Millionen-Einwohner-Land seit Beginn der Pandemie 380 095 Ansteckungen registriert. Die Zahl der Toten liegt bei 3111.

Zum Vergleich: In Deutschland leben etwa neunmal so viele Menschen wie in Israel. Dort meldeten die Gesundheitsämter nach Angaben vom Dienstag 19 528 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden.

Israel hat angesichts der Ausbreitung einer neuen, möglicherweise besonders ansteckenden Variante des Coronavirus seine Einreisebeschränkungen verschärft. Das Corona-Kabinett entschied am Montag, Ausländern aus allen Ländern die Einreise zu verbieten. Regierungschef Benjamin Netanyahu sagte, es gebe Ausnahmen von dieser Regel, wie etwa bei Diplomaten.

Lateinamerikanische Länder verschärfen Maßnahmen wegen Virusvariante

7.35 Uhr: Wegen hoher Corona-Zahlen und der neuen Variante des Virus haben weitere lateinamerikanische Länder wie Paraguay die Einreise von Besuchern aus Großbritannien gestoppt, andere ihre Corona-Maßnahmen erneut verschärft. So kündigte Ecuadors Präsident Lenín Moreno im ecuadorianischen Fernsehen einen neuerlichen Lockdown für 30 Tage und eine Ausgangssperre von 22 Uhr bis 4 Uhr an.

Die peruanische Regierung weitete die Ausgangssperre in der Hauptstadt Lima aus und sperrte die Strände. Uruguay machte seine Grenzen zu Wasser, zu Lande und in der Luft mit Ausnahmen für humanitäre Hilfe und Frachttransporte dicht. Am Sonntag hatten bereits Argentinien, Kolumbien, Chile und Peru Flüge nach und aus dem Vereinigten Königreich ausgesetzt.

Drosten sagt, erste Erkenntnisse über Virusmutation sähen »nicht gut aus«

7.25 Uhr: Der Virologe Christian Drosten hat in einem Tweet eine Aussage über die neue Variante des Corona-Virus getroffen. »Das sieht leider nicht gut aus«, schrieb er und verwies auf neue Daten einer Expertengruppe der britischen Regierung.

Die Gruppe schrieb in einer Zusammenfassung ihrer Ergebnisse, dass sie der »mittelfesten Überzeugung« seien, dass die Variante eine »wesentliche Erhöhung der Übertragbarkeit« im Vergleich zu anderen Varianten zeige. Noch keine Angaben konnte die Gruppe zu der Schwere der Krankheitsverläufe machen.

Drosten schrieb es sei »positiv«, dass »Fälle mit der Mutante bisher nur in Gebieten zunahmen, wo die Gesamtinzidenz hoch oder ansteigend war«. In der Zusammenfassung der Expertengruppe wird darauf verwiesen, dass die Ausbreitung der Variante ein exponentielles Wachstum zeigte, während bereits Maßnahmen zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung von Covid-19 getroffen worden waren.

Experten erwarten massive Corona-Folgen für britischen Arbeitsmarkt

05.15 Uhr: Ökonomen erwarten im kommenden Jahr einen weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit in Großbritannien. Das der deutschen Kurzarbeit ähnelnde Furlough-Programm sorge zumindest bis zum Frühjahr für mehr Sicherheit bei den Konsumenten und Firmen, sagte der britische Ökonom Andrew Lee von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg der dpa. »Ich erwarte danach eine Zunahme der Arbeitslosigkeit gepaart mit scharfer Kritik am Furlough.«

Das sogenannte »Furlough«-Programm, das dem Modell der Kurzarbeit nachempfunden ist, läuft nach einer Verlängerung noch bis Ende April 2021. »Viele Entlassungen werden dadurch verschoben«, sagte der Ökonom Stefan Legge von der Universität Sankt Gallen. Die verheerende Wirkung der Pandemie dürfte sich daher erst im Frühjahr vollständig auf dem Arbeitsmarkt entfalten.

Die Aufsichtsbehörde Office for Budget Responsibility geht in ihrer aktuellen Prognose von 7,5 Prozent Arbeitslosen in Großbritannien Mitte des kommenden Jahres aus – vorausgesetzt, schnelle Impfungen leiten den Anfang vom Ende der Corona-Ära ein. Aktuell liegt die Arbeitslosenquote bei knapp fünf, zu Beginn der Pandemie noch bei unter vier Prozent.

Wie der Winter auch verläuft: 2021 dürfte es im Vereinigten Königreich so viele Arbeitslose geben wie seit langer Zeit nicht mehr. Wirtschaftsexperte Legge sieht darin ein Muster: »Die strukturellen Probleme werden in einer solchen Krise besonders sichtbar. In Ländern wie Großbritannien oder Italien zeigt sich dann, wie dünn die Struktur ist.«

Intensivmediziner für »ganz ruhiges Weihnachtsfest«

04.55 Uhr: Die Intensivmediziner in Deutschland appellieren angesichts anhaltend hoher Corona-Zahlen an die Bürger, an Weihnachten auf Treffen im größeren Kreis zu verzichten. »Wir würden uns wünschen, dass die Menschen sich dieses Jahr auf sich selber zurückbesinnen, ein ganz ruhiges Weihnachtsfest im aller-, allerengsten Familienkreis feiern«, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Uwe Janssens, der dpa. Das wäre eine große Hilfe für alle Pflegekräfte auf den Intensivstationen, die an Weihnachten arbeiten würden und Angst hätten, dass 14 Tage später alles noch schlimmer werde.

In den Krankenhäusern zeichnet sich weiterhin keine Entspannung ab. Nach Angaben der Divi vom Montag werden derzeit 5167 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt – das sind etwa 500 mehr als in der Vorwoche, als 4670 Menschen mit Covid-19 auf Intensivstationen versorgt wurden. 2690 der Patienten werden aktuell invasiv beatmet.

Ifo-Chef Fuest kritisiert EU-Krisenmanagement

04.45 Uhr: Der Chef des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest, mahnt zu mehr europäischer Geschlossenheit in der Bekämpfung des Coronavirus und kritisiert die Einreiseverbote aus Großbritannien. »Die Symbolwirkung der Abschottung zum jetzigen Zeitpunkt könnte deutlicher nicht sein, auch wenn sie durch die Pandemie bedingt ist«, sagte Fuest der Zeitung »Handelsblatt«. Es werde einmal mehr deutlich, dass das Krisenmanagement in der Pandemie von Entscheidungen der Nationalstaaten geprägt ist. Die französische Regierung werde vornehmlich die Interessen der eigenen Bevölkerung berücksichtigen, dies gelte natürlich auch für andere Regierungen. »Wir brauchen hier mehr europäische Zusammenarbeit.«

Malaysia sichert sich Impfstoffkandidat von AstraZeneca

04.25 Uhr: Malaysia sichert sich nach Angaben von Premierminister Muhyiddin Yassin 6,4 Millionen Dosen des Covid-19-Impfstoffs des schwedisch-britischen Pharmaherstellers AstraZeneca.

Für zusätzliche Impfdosen stehe die Regierung in Verhandlungen mit den chinesischen Biotech-Unternehmen Sinovac und CanSino sowie dem russischen Gamaleya-Institut, sagte Muhyiddin bei einer Fernsehansprache. Malaysia rechne damit, genügend Dosen zur Impfung von mehr als 80 Prozent der Bevölkerung zu beschaffen.

Icon: Der Spiegel

Neueste Beiträge

2:16 Kontakt zur Antonow-26 riss ab : Russisches Militärflugzeug stürzt auf der Krim ab – 29 Tote

0 comment Read Full Article