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Corona-News am 21.2.: Polizei kontrolliert Ostsee-Ausflügler

February 21
14:19 2021
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Spaziergänger schauen auf die Ostsee

Foto: Jens Büttner/ DPA

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Foodwatch fordert in Coronakrise Zusatzleistungen für gesundes Essen

11.49 Uhr: Auf finanzielle Mehrkosten für gesunde Ernährung in der Coronakrise insbesondere für einkommensschwache Familien hat die Organisation Foodwatch hingewiesen. Geschäftsführer Martin Rücker sagte der Nachrichtenagentur AFP, beispielsweise seien vielerorts kostenlose Essensangebote in Schulen oder Sozialeinrichtungen weggefallen. Vor einer Bundestags-Anhörung am Montag zu Sonderzahlungen an Empfänger staatlicher Sozialleistungen forderte Rücker daher eine deutliche Aufstockung dieser Hilfen.

7,5 Millionen Impfdosen in Deutschland ausgeliefert

11.21 Uhr: Laut Bundesgesundheitsminister Spahn wurden bis heute 7,5 Millionen Impfdosen an die Bundesländer ausgeliefert. Zwei Millionen weitere sollen noch in der kommenden Woche folgen. Das sind deutlich mehr als die bislang fünf Millionen in Deutschland verimpften Dosen. »Unsere Impfkampagne kann also deutlich an Fahrt gewinnen«, twitterte Spahn.

Damit beginne in vielen Bundesländern eine neue Phase der Impfungen. Die Ländern begännen nun weitere Beschäftigte des Gesundheitswesens, Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen, Polizistinnen und Polizisten im Einsatz und – nach einer Änderung der Impf-Verordnung bis Ende Februar – bald auch Beschäftigte in Kitas und Grundschulen zu impfen. Die ersten Bundesländer begännen zudem, Arztpraxen in die Impfkampagne mit einzubeziehen.

Indischer Impfstoff-Riese SII stellt Auslandslieferungen hintan

11.12 Uhr: Der weltgrößte Impfstoffhersteller Serum Institute of India (SII) stellt bei Lieferungen ausländische Abnehmer hintan. Das Unternehmen, das das von AstraZeneca und der Universität Oxford entwickelte Vakzin in Lizenz produziert, bittet seine internationalen Kunden um Geduld. Indien habe das Unternehmen angewiesen, vorrangig für den heimischen Bedarf zu produzieren, twittert SII-Chef Adar Poonawalla. Zu den Abnehmern des SII zählen Brasilien, Bangladesch und Kanada. Auch Großbritannien hält sich eine Bestellung beim SII offen.

Russland lässt dritten Corona-Impfstoff zu

10.56 Uhr: In Russland ist ein dritter Impfstoff zur Eindämmung der Corona-Pandemie zugelassen worden. Bereits ab Mitte März sollten die ersten 120.000 Dosen des neuen Vakzins Cowiwac in der Bevölkerung verimpft werden, kündigte am Samstag Regierungschef Michail Mischustin an. Russland hatte als erstes Land bereits im August Sputnik V zugelassen. Im Oktober teilte Präsident Wladimir Putin mit, dass ein zweites Vakzin, Epivaccorona, zum Einsatz kommen werde.

Russland habe bislang zehn Millionen Dosen des Sputnik-Vakzins und 80.000 Dosen des Epivaccorona-Impfstoffs hergestellt, sagte Mischustin. Nach der Einführung von Cowiwac sei Russland »das einzige Land, in dem es bereits drei Impfstoffe zur Verhinderung einer Covid-Infektion gibt«. Sputnik V wurde inzwischen in mehr als 20 Ländern zugelassen. Zunächst war dieser Impfstoff international mit Skepsis aufgenommen. Kürzlich wurde seine Wirksamkeit aber von dem renommierten Wissenschaftsmagazin »Lancet« bestätigt.

Leichte Entwarnung nach Corona-Ausbruch in Husumer Schlachthof

10.31 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch in einem Husumer Schlachthof hat der Kreis Nordfriesland leichte Entwarnung gegeben. Die Quarantäne für 169 Mitarbeiter sei am Freitag aufgehoben worden, teilte der Kreis mit. Am Montag werde die gesamte Belegschaft einschließlich externer Mitarbeiter erneut getestet. Es werde angestrebt, den Betrieb am Donnerstag mit einem überarbeiteten Hygienekonzept wieder aufzunehmen.

Bei zwei Reihentestungen seien insgesamt 113 Mitarbeiter und 23 Kontaktpersonen positiv getestet worden. Weitere 178 Tests fielen negativ aus. Hinweise auf Virusvarianten hätten die Ergebnisse nicht erbracht, hieß es. »Die hohe Anzahl an Negativergebnissen aus der zweiten Reihentestung ist beruhigend«, sagte Landrat Florian Lorenzen. Er appellierte jedoch an das Unternehmen, die Hygienebestimmungen künftig konsequent umzusetzen.

Heil will Ausbildungsprämie in Coronakrise erhöhen

10.13 Uhr: Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will im März einen neuen Schutzschirm für Ausbildungsplätze vorlegen und Unternehmen dabei eine erneute, deutlich erhöhte Ausbildungsprämie anbieten. »Viele Betriebe zögern, ob sie angesichts der wirtschaftlichen Lage Ausbildungsplätze anbieten sollen«, sagte der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. »Aber ein Einbruch bei den Ausbildungsstellen wäre für alle fatal. Deshalb werde ich im März einen neuen Schutzschirm für Ausbildungsplätze vorlegen«, so Heil.

»Es wird eine erneute, noch mal deutlich großzügiger als bisher bemessene Ausbildungsprämie geben«, sagte der Bundesarbeitsminister. »Ich will, dass deutlich mehr Unternehmen, die von der Coronakrise betroffen sind, diese Prämie in Zukunft nutzen und Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen können.« Die Corona-Ausbildungsprämie soll dafür sorgen, dass Unternehmen trotz der Pandemie nicht in ihren Anstrengungen für Ausbildung nachlassen. Im vergangenen Sommer hatte das Bundeskabinett die »Azubi-Prämien« auf den Weg gebracht. Kleine und mittelständische Firmen, die mit großen Umsatzeinbrüchen und Kurzarbeit kämpfen, aber ihre Ausbildungsplätze erhalten oder sogar ausbauen, bekommen demnach staatliche Prämien von bis zu 3000 Euro pro Ausbildungsplatz.

Sonne lockt Ausflügler: Polizei richtet Kontrollpunkte an Ostsee ein

9.46 Uhr: Angesichts des warmen und sonnigen Wetters hat die Polizei im Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern verstärkt die Einhaltung der Corona-Regeln kontrolliert. Insbesondere tagestouristische Ausflüge stehen dabei im Fokus. So habe man im Ostseebad Boltenhagen am Samstag einen »lebhaften Personenzulauf« verzeichnet, teilte die Polizei mit. Da auch viele Autos aus benachbarten Bundesländern registriert wurden, richtete die Polizei mehrere Kontrollstellen ein.

Insgesamt seien 352 Fahrzeuge kontrolliert und dabei 59 Ordnungswidrigkeiten geahndet worden. 28 Mal seien Fahrer zur Rückreise in ihre jeweiligen Bundesländer aufgefordert worden. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald richtete das Polizeipräsidium Neubrandenburg an den Zufahrtsstraßen zur Insel Usedom, in Wolgast und Ueckermünde sowie in Pasewalk Kontrollstellen ein. Die Polizei kündigte an, die Einhaltung der Corona-Regeln auch am Sonntag zu kontrollieren.

RKI registriert 7676 Corona-Neuinfektionen und 145 neue Todesfälle

9.20 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 7676 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Außerdem wurden 145 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus innerhalb 24 Stunden registriert, wie aus Zahlen des RKI vom Sonntag hervorgeht. Am Sonntag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Am Sonntag vor einer Woche hatte das RKI innerhalb eines Tages 6114 Neuinfektionen und 218 neue Todesfälle verzeichnet. Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden. Er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen.

Rummenigge verteidigt Impf-Aussagen: »Wollen uns nicht vordrängeln«

8.52 Uhr: Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge hat Vorwürfe, der Fußball beanspruche in der Corona-Pandemie eine Sonderrolle, zurückgewiesen. »Wir sind überhaupt nicht arrogant, wir verlangen überhaupt keine Sonderrolle“, sagte der Vorstandschef des deutschen Rekordmeisters Bayern München am Samstag im »Aktuellen Sportstudio« des ZDF. »Der Fußball hat nach wie vor Demut.« Aber auch der Profi-Fußball, der seinen Spielbetrieb derzeit ohne Zuschauer fortsetzen darf, sei von der Pandemie betroffen. »Wir sind alle in unserem Land angespannt«, sagte Rummenigge. »Es ist nicht so einfach, auch für den Fußball.«

Anfang Februar hatte Rummenigge angeregt, dass Fußball-Profis als Impfvorbilder in der Bevölkerung dienen könnten und damit Kritik auf sich gezogen. Es gäbe offensichtlich noch zu wenig Impfstoff, sagte er damals, und ein Teil der Bevölkerung betrachte das Impfen aus Sorge vor möglichen Nebenwirkungen noch kritisch. Hier könne der Fußball mit gutem Vorbild vorangehen. Seine Aussagen zum Impfen seien in Teilen missverstanden worden, betonte Rummenigge nun. »Wir wollen uns in keinster Weise vordrängeln«, betonte er zur Debatte über eine mögliche Bevorzugung von Profisportlern beim Impfen, die nach seinen Aussagen entstanden war. Diese gelte selbstverständlich nur dann, »wenn es genügend Impfstoff gibt«, stelle Rummenigge klar.

Er verteidigte zudem Reisen der Clubs für den Europapokal. »Man darf dem deutschen Fußball da keinen Vorwurf machen. Das sind keine Entscheidungen der Clubs, das ist eine Entscheidung der UEFA«, sagte er mit Blick auf die Europäische Fußball-Union. »Die Alternative wäre, nicht mehr an der Champions League teilzunehmen.« Zuletzt hatte RB Leipzig wegen Reisebeschränkungen sein Achtelfinale gegen den FC Liverpool in Budapest bestritten. Dies sei »diskussionswürdig, weil man den Eindruck bekommt, der Fußball hat eine Sonderrolle«.

Israel gibt Corona-Geimpften und Genesenen »Grünen Pass«

8.35 Uhr: Israel hat am Sonntag Erleichterungen für Bürger eingeführt, die gegen das Coronavirus geimpft oder nach einer Erkrankung genesen sind. Mit einem sogenannten »Grünen Pass« dürfen sie unter anderem Fitness-Studios, Hotels, Theater oder Sportereignisse besuchen. Gesundheitsminister Juli Edelstein schrieb auf dem Nachrichtendienst Twitter, mehr als 3,2 Millionen Israelis könnten ab sofort diese Vorteile genießen. Ziel sei es, die Wirtschaft im Land wieder anzukurbeln. »Der Grüne Pass öffnet das Land schrittweise wieder«, sagte Regierungschef Benjamin Netanjahu.

Die Impfkampagne in Israel ist im Vergleich zu anderen Ländern sehr weit fortgeschritten. Das Land mit seinen 9,3 Millionen Einwohnern gilt als Vorreiter. Inzwischen kann sich jeder Bürger ab einem Alter von 16 Jahren impfen lassen. Die Infektionszahlen im Land sind weiterhin vergleichsweise hoch, in den vergangenen Wochen jedoch stetig gesunken.

Im Rahmen eines zweiten Öffnungsschritts nach einem wochenlangen Lockdown wurden am Sonntag auch Einkaufszentren, Museen, Bibliotheken und Gebetshäuser für Nicht-Geimpfte geöffnet. Dort müssen weiter die Corona-Regeln wie Maskenpflicht und Abstand eingehalten werden. Auch die Schulen wurden für weitere Klassen geöffnet.

In Israel kann sich jeder Genesene sowie jeder Geimpfte eine Woche nach der zweiten Impfung einen Impfausweis online erstellen. Persönliche Informationen sind mittels eines einfachen QR-Codes ablesbar. Besitzer eines solchen Impfausweises können sich dann einen »Grünen Pass« ausstellen lassen, unter anderem über eine spezielle App.

Insgesamt wurden in Israel seit dem 19. Dezember rund 4,3 Millionen Erst- und fast drei Millionen Zweitimpfungen verabreicht. Zum Vergleich: Deutschland hat etwa neun mal so viele Einwohner wie Israel und es erhielten bislang knapp 3,2 Millionen Menschen eine erste und knapp 1,7 Millionen auch eine zweite Impfung.

Verband warnt vor Gesundheitsgefahr für Lehrer durch Schulöffnung

7.30 Uhr: Kurz vor dem Start des Schulbetriebs in zehn Bundesländern hat der Verband Bildung und Erziehung (VBE) vor einem Öffnungswettkampf zwischen den Ländern und Gesundheitsgefährdungen für Lehrer gewarnt. »Die Öffnungen sind kein Wettbewerb, bei dem das Bundesland gewinnt, das die weitgehendsten Lockerungen umsetzt und die Gesundheit aller Beteiligten maximal riskiert«, sagte VBE-Chef Udo Beckmann dem »Redaktionsnetzwerk Deutschland«. Der föderale Vergleichsmaßstab müsse sein, welches Land am besten Neuinfektionen verhindere, forderte er.

»Lehrkräfte müssen sich bei der von Montag an breitflächigen Öffnung der Schulen zum Teil ungeschützt ausgeliefert in Situationen begeben, denen sich kaum jemand anders stellen muss: nämlich dass viele Haushalte über mehrere Stunden zusammen in einem Raum sind – im Klassenraum«, sagte Beckmann. Die Lehrkräfte seien nicht geimpft, es sei unklar, wer sich wann wo testen lassen könne und teilweise bekämen sie keine oder nicht ausreichend Masken gestellt.

Beckmann forderte, dass mit den Schulöffnungen Impfangebote verbunden sein müssten. Dass eine Priorisierung von Lehrkräften beim Impfen im Bundesgesundheitsministerium geprüft werde, sei zwar gut. »Die Frage ist nur, wann eine Entscheidung getroffen wird – und warum die Schulöffnungen davor stattfinden sollen.«

Der VBE-Vorsitzende forderte einen bundesweit einheitlichen Stufenplan, in dem geregelt sein müsse, bei welcher Inzidenz welcher Schritt in Sachen Schulöffnungen gegangen werde. Es gebe eine Fülle unterschiedlicher Regelungen, die für Unmut bei Lehrern wie Eltern sorgten. Ein Stufenplan, der sich an klaren Inzidenzen orientiere, würde deutschlandweit für Vergleichbarkeit und Transparenz sorgen.

Priorisierte Impfungen von Lehrpersonal mit einer entsprechenden Änderung der Corona-Impfverordnung werden inzwischen immer wahrscheinlicher. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek befürwortet Pläne für eine frühere Impfung von Lehrkräften und Kita-Personal. «Beide Berufsgruppen nehmen Aufgaben wahr, die für unsere ganze Gesellschaft von ganz großer Bedeutung sind, was sich auch in der Impfpriorisierung zeigen sollte», sagte die CDU-Politikerin. Vertreter mehrerer Bundesländer haben sich ebenfalls dafür ausgesprochen, genauso wie Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Eine Grundsatzentscheidung wird bereits Anfang der Woche erwartet.

Corona-Fälle in Frankreich steigen weiter

21.09 Uhr: Die Corona-Neuinfektionen in Frankreich steigen weiter. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, lagen am Samstag die Fallzahlen am dritten Wochentag infolge über dem Wert der Vorwoche. Am Samstag wurden demnach 22.371 neue Fälle gemeldet, in der Vorwoche waren es noch 21.231 gewesen.

Bereits vor der Bekanntgabe der neuen Zahlen hatte Gesundheitsminister Olivier Veran gesagt, dass der Trend der vergangenen Tage nicht gut sei. Demnach werde die französische Regierung über eine Verschärfung der Ausgangssperre entscheiden. Aber auch ein Lockdown in Regionen, in denen sich das Virus am schnellsten ausbreitet, werde diskutiert.

Mexikos oberster Corona-Experte López-Gatell hat Covid-19

19.18 Uhr: Der Corona-Experte der mexikanischen Regierung ist an Covid-19 erkrankt. »Ich teile öffentlich mit, dass ich Covid-19 habe. Ich hatte in der Nacht erste Symptome, zum Glück sind sie leicht«, schrieb der Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Hugo López-Gatell, auf Twitter. »Der Antigen-Test war positiv, jetzt warte ich auf den PCR-Test. Ich arbeite von zu Hause aus und kümmere mich um die Impfstrategie.« Der Epidemiologe ist das öffentliche Gesicht der mexikanischen Corona-Politik. An seiner Strategie wird aber auch immer wieder Kritik laut, beispielsweise wird in Mexiko sehr wenig getestet. Zuletzt sorgten Bilder von López-Gatell beim Strandurlaub für Empörung.

Mexiko ist eines der von der Corona-Pandemie am stärksten betroffenen Länder der Welt. Bislang haben sich über zwei Millionen Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert. Rund 179.000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben – damit liegt Mexiko nach Brasilien und den USA an dritter Stelle. Weil in Mexiko äußerst wenig auf das Virus getestet wird und die sogenannte Übersterblichkeit sehr hoch ist, dürfte die wahre Zahl allerdings noch weit höher liegen.

Dreyer fordert Öffnungsperspektive und Beratergremium

17.25 Uhr: Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer fordert, bei den nächsten Corona-Beratungen von Bund und Ländern einen Plan für Öffnungen vorzulegen. Man brauche »klare Aussichten für die Menschen, wie es weitergeht«, sagte die SPD-Politikerin der »Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung« (FAS).

Dreyer kritisierte den Ablauf der Ministerpräsidentenkonferenzen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU): »In dieser großen Runde ist eigentlich gar keine abschließende und offene Diskussion möglich, weil alles, jeder Satz, sofort nach außen dringt. Es ist eine absolut nicht vertrauliche Runde. Das hat das Beratungsklima zerstört«, sagte Dreyer. Die Konsequenz sei, dass sich viele Teilnehmer vorher in kleineren Gruppen abzustimmen versuchten. Das sei aber »nicht Sinn und Zweck der Sache«.

Dreyer verlangte zudem eine andere Vermittlung der Beschlüsse: »Ich halte es für falsch, mit Angst für Akzeptanz sorgen zu wollen.« Man müsse immer auch Zuversicht verbreiten und Perspektiven entwickeln. Dreyer sprach sich zudem für ein Beratungsgremium auf Bundesebene aus, das »nicht nur aus Virologen und Epidemiologen besteht«. Auch die Wissenschaft vertrete unterschiedliche Meinungen.

R-Wert so hoch wie seit Wochen nicht mehr

17.40 Uhr: Die sogenannte Reproduktionszahl, eine wichtige Kennzahl für die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland, steigt nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) weiter an. Das RKI gab den 7-Tage-R-Wert in seinem Lagebericht am Samstagnachmittag mit 1,07 an – das ist so hoch wie seit Wochen nicht mehr. Der Wert habe zuletzt wieder eine steigende Tendenz, hieß es. Am Vortag war der R-Wert mit 1,01 angegeben worden.

Ein R-Wert von 1,07 bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 107 weitere Menschen anstecken. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Liegt er über 1, gewinnt das Infektionsgeschehen an Dynamik. Laut den RKI-Lageberichten lag der R-Wert zuletzt über mehrere Wochen teils deutlich unter 1. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab.

Experten hatten befürchtet, dass sich aufgrund der weiten Verbreitung von ansteckenderen Corona-Varianten wieder mehr Menschen mit dem Virus infizieren könnten.

Icon: Der Spiegel

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