Corona-Lage in Krankenhäusern: »Nahezu alle liegen an der künstlichen Lunge«
Icon: vergrößernFachärztin Li:Notruf in der Nacht
Die täglich neu gemeldeten Infektionen, der Anteil positiver Testergebnisse, die schwindende Zahl freier Intensivbetten, all dies verdeutlicht, wie ernst die Lage derzeit für das Gesundheitssystem ist. Das Divi-Intensivregister weist täglich die Zahl jener Patienten aus, die in intensivmedizinischer Behandlung sind. 5216 Patienten waren es am Dienstag, 481 mehr als eine Woche zuvor. Ein neuer Höchstwert, mal wieder.
Der verschärfte Shutdown, die harten Kontaktbeschränkungen auch an Weihnachten, das alles hat ein Ziel: zu vermeiden, dass die deutschen Krankenhäuser überlastet werden. Und nicht mehr alle Schwerkranken versorgen können. Doch die Zahl der Infizierten steigt weiter.
Kliniken in München und Köln meldeten zuletzt überfüllte Intensivstationen. In mehr als zwanzig Landkreisen gab es zuletzt keine freien Intensivbetten. Mitte Dezember hatten Dresdner Kliniken einen Appell an die Bevölkerung gerichtet; sie befürchteten Zustände wie in Bergamo oder New York im Frühjahr. Damals gab es Berichte von Patienten, die erstickt seien, weil Beatmungsplätze fehlten.

