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Corona in Berlin: Kreuzberger Nächte sind gefährlich

September 26
09:59 2020
Silhouette der Oberbaumbrücke in Friedrichshain-Kreuzberg, im September 2020 Icon: vergrößern

Silhouette der Oberbaumbrücke in Friedrichshain-Kreuzberg, im September 2020

Foto: JOACHIM HERRMANN / REUTERS

Es ist die letzte sommerliche Woche dieses verrückten Corona-Jahres. Der Herbst steht bereit, die kältere Jahreszeit wird alles nur noch weiter verkomplizieren. Aber an diesem Abend ist es noch einmal warm in Berlin, knapp unter 20 Grad.

Der Rasen des Boxhagener Platzes hat sich rasch mit jungen Menschen gefüllt. Die meisten von ihnen sitzen zu zweit oder zu dritt im Gras. Bierflaschen werden mit Feuerzeugen geöffnet, Zigaretten gedreht. Ein Lachen und Quatschen.

Der Platz liegt im Berliner Ost-West-Szenebezirk Friedrichshain-Kreuzberg und bildet das Zentrum eines beliebten Ausgehviertels. Hier kommen jene zusammen, die sich statistisch derzeit vermehrt mit dem Coronavirus infizieren: die Jungen.

In einer Sechsergruppe sitzt Charlotte. Sie ist 27 Jahre alt, studiert in Berlin Bühnenbild, hat rote Haare und spricht überlegt. "Ich habe das Gefühl, dass auch junge Leute verantwortungsvoll mit der Pandemie umgehen", sagt sie. Dass die Gruppe eine der größten an diesem Abend ist, sehen die sechs Freunde nicht so eng. Sie säßen ja draußen und sie machten ohnehin viel miteinander – wie eine große Familie.

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