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Corona-Impfstoff: Schafft Biontech den Sprung aus Mainz an die Weltspitze?

November 14
11:26 2020
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Gründer Şahin und Chefwissenschaftlerin Türeci

Foto: 

FELIX SCHMITT

Ein Dutzend Fahrradständer stehen vor dem Eingang von Biontech, doch es parkt darin nur ein einsames altes Mountainbike. Es gehört Uğur Şahin, dem Gründer und Chef des Mainzer Unternehmens – Mitentwickler des wohl ersten Corona-Impfstoffs der westlichen Welt und neuerdings Milliardär. Er kommt mit dem Rad ins Büro. Ein Auto besitzt er nicht.

Ob Şahin noch lange einfach so durch die Mainzer Innenstadt radeln kann, ist fraglich: Selten zuvor wurde ein Unternehmen so schnell auf die Weltbühne katapultiert. Ein Marketingexperte hätte sich das Timing nicht besser ausdenken können. Die Euphorie über den Wahlsieg von Joe Biden war kaum abgeebbt, da wartete die kleine deutsche Firma Biontech mit der nächsten weltbewegenden Nachricht auf: Ihr Covid-19-Impfstoff sei in der klinischen Prüfung zu mehr als 90 Prozent wirksam; eine Zulassung nur noch eine Frage der Zeit; ein Ende der schlimmsten Phase der Pandemie in greifbarer Nähe. Das Jahr 2020 klingt auch dank Biontech mit neuer Hoffnung aus.

Die Börsenkurse schossen nach Bekanntgabe der Forschungsergebnisse weltweit in die Höhe. Virologen zeigten sich begeistert. Deutschland, der alte industrielastige Standort, der kaum noch für global relevante Innovationen zu stehen schien, hatte es der Welt gezeigt: Es geht doch noch was in good old Germany. Selbst Trump twitterte über den Durchbruch des Mainzer Unternehmens.

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