Corona-Horror in Schweden: Erfahrungen in einem einstigen Traumland
Icon: vergrößernAllyson Plumberg mit ihrer Familie: Das staatliche »Horror-Covid-Management« hat der Familie zugesetzt
Foto: privat
Eine Lungenfachärztin, die auf ihrer Station im Krankenhaus keine Schutzmaske tragen durfte. Eine Epidemiologin, deren Kritik an den offiziellen Regeln unerwünscht war. Ein Kommunikationsexperte, der nicht laut sagen sollte, was er denkt. Diese drei Geschichten haben sich während der vergangenen Monate in Schweden zugetragen, und es gibt viele mehr, die ähnlich sind.
Die Erlebnisse sagen nicht nur etwas über die Menschen aus, die davon erzählen, sondern auch über das Land. Schweden wurde in der Coronakrise zu einem weltweit beachteten Modell – für manche ein Vorbild, für andere ein abschreckendes Beispiel.
In den Monaten der Pandemie ist etwas in ihrem Leben zerbrochen
Alle, die dort leben, müssen große Verantwortung übernehmen. Der schwedische Staat belässt es bei möglichst geringen Einschränkungen und setzt mehr auf Empfehlungen als auf Verordnungen und Gesetze. Die bisherige Bilanz sieht allerdings nicht gut aus für Schweden: Es gibt dort erheblich mehr Ansteckungen mit Covid-19 als in den Nachbarländern; die Todesrate beträgt ein Vielfaches.

