Corona-Heldinnen: »Wir arbeiten bis heute mit selbst genähten Masken«
Icon: vergrößernPflegerin Stefanie Greger nimmt in einer umgebauten Weihnachtsmarkthütte Abstriche von Kollegen
Foto: Joscha Naujokat
In Deutschland steigt die Zahl der Corona-Infizierten rasant, jede Woche kommen mehr als 10.000 Covid-19-Positive hinzu. Vor Kurzem wurde die Schwelle von einer Million Infizierten überschritten. Diejenigen, die an vorderster Front gegen die Pandemie kämpfen, arbeiten in Kliniken, Testlaboren und in der häuslichen Pflege.
Zu Beginn der Pandemie wurden sie als Heldinnen und Helden mit Applaus gefeiert, aber wie geht es ihnen heute? Der SPIEGEL hat nachgefragt – bei einer Pflegerin, einer Hebamme und einer Labormitarbeiterin für Corona-Tests. Schon im Frühjahr berichteten die drei Frauen von ihrem veränderten Berufsalltag, den Corona plötzlich nachhaltig veränderte. Damals waren sie sich einig: Lange würden sie diese Ausnahmesituation nicht durchhalten.
Heute zeigt sich ein differenziertes Bild. Während beispielsweise die Hebamme Friederike Häring Strategien entwickeln konnte, um ihren neuen Alltag erträglich zu machen, arbeiten die anderen Frauen weiterhin am Limit und sind zum Teil selbst einem hohen gesundheitlichen Risiko ausgesetzt.

