Corona beflügelt US-Techfirmen und das Silicon Valley: Und es hat Zoom gemacht
Icon: vergrößern"Zoom Call": Sketch der US-Show "Saturday Night Live"
NBC/ NBCU Photo Bank/ Getty Images
Eric Yuan, 50, Gründer und Chef der Videokonferenzplattform Zoom, hat die Nase voll. Von Zoom-Meetings. "Ich hasse das", gestand Yuan dem Wirtschaftsnachrichtendienst Bloomberg vor Kurzem in einem Zoom-Interview. Wie Millionen andere Menschen sitzt der Tech-Chef derzeit im Homeoffice, in seinem Haus im Silicon Valley, auf dem Bildschirm reiht sich ein virtuelles Gespräch an das nächste.
In Webinars namens "Ask Eric Anything" stellt er sich den Fragen von Nutzern, natürlich via Zoom, im digitalen Hintergrund ist die Golden Gate Bridge zu sehen. In Interviews erzählt er, dass seine drei Kinder, die wegen geschlossener Schulen auch zu Hause seien, mit ihren Computern das heimische Netz überlasteten. Der Mann scheint dieselben Zumutungen der Quarantäne zu erleben wie so viele, die seine Software nutzen, seitdem das Virus sie vom Büro fernhält.
"Niemals hätte ich gedacht", sagte Yuan, "dass über Nacht die ganze Welt anfängt, Zoom zu nutzen."
Der Zoom-Bildschirm, mit seiner Galerie von Gesichtern und Einblicken in Privatwohnräume, ist in Corona-Zeiten für viele zum digitalen Ersatz für menschlichen Kontakt geworden. Zählte die Plattform Anfang des Jahres noch 10 Millionen Teilnehmer pro Tag über alle Sitzungen hinweg, sind es inzwischen 300 Millionen. Der Börsenwert ist in die Höhe geschossen.

