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Björn Höcke lädt Sahra Wagenknecht in die AfD ein

February 26
05:37 2023

Selbst für AfD-Verhältnisse steht Björn Höcke weit rechts, nun hat er die Linkenpolitikerin Sahra Wagenknecht auf einer Demonstration zur Zusammenarbeit aufgefordert. Sein Publikum jubelte.

Björn Höcke ist offenkundig begeistert von der Kundgebung von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer, die an diesem Samstag in Berlin stattgefunden hat. Wie die beiden Frauen forderte er bereits am Freitagabend auf einer Demonstration in Dresden einen Stopp der Waffenlieferungen in die Ukraine.

Die Linkenpolitikerin Sahra Wagenknecht lud er außerdem unter dem Beifall des Publikums ein, seiner Partei, der AfD, beizutreten: »Ich bitte Sie, kommen Sie zu uns«, sagte er; in seiner Partei könne Wagenknecht die Politik machen, von der sie träume – anders als in der Linken: »Sie werden mit dieser Partei niemals ihre Vorstellungen von Friedenspolitik durchsetzen.« Das haben zuerst die »Frankfurter Allgemeine Zeitung« und die »Bild« gemeldet.

Tatsächlich fährt Wagenknecht beim Thema Ukraine einen Kurs, der sich von dem ihrer Partei unterscheidet. So hat die Parteispitze sich gegen eine Teilnahme an der Kundgebung entschieden, weil sie nicht erkennen kann, dass sich Schwarzer und Wagenknecht ausreichend von Rechten abgrenzen.

»Stolz und glücklich«

Bereits in den vergangenen Wochen hatten AfD-Politiker und andere Rechte für eine Teilnahme geworben. In der Forderung nach umgehenden Friedensverhandlungen und einem Ende der westlichen Waffenlieferungen erkennen sie ihren eigenen Kurs wieder. Er sei »stolz und glücklich«, so Höcke bei seiner Einladung, dass Wagenknecht und Schwarzer den Protest gegen die Regierungspolitik »gegen viel Widerstand« organisierten.

Eine Reaktion Wagenknechts auf Höckes Angebot ist noch nicht bekannt geworden. Bereits als der AfD-Parteichef Tino Chrupalla seine Unterstützung kundtat, hatte sie dem SPIEGEL gesagt: »Wir haben mit der Auswahl unserer Erstunterzeichner unserer Petition deutlich gemacht, mit wem wir zusammenarbeiten und von wem wir uns Unterstützung erhoffen – und von wem eben auch nicht.« AfD-Politiker gehören nicht zu den Erstunterzeichnern.

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