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Berlin-Kreuzberg: Behörden gehen nach Schüssen von Tätern aus der organisierten Kriminalität aus

December 27
06:46 2020
Polizeieinsatz in Berlin: Ermittlungen wegen versuchten Mordes Icon: vergrößern

Polizeieinsatz in Berlin: Ermittlungen wegen versuchten Mordes

Foto: Jürgen Held / imago images/Jürgen Held

Die Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass die Schießerei am frühen Morgen in der Nähe der SPD-Parteizentrale in Berlin-Kreuzberg ein Verbrechen aus dem Milieu der organisierten Kriminalität war. Einen politischen Hintergrund scheint die Tat demnach nicht zu haben.

»Wegen der Schießerei im Milieu der organisierten Kriminalität ermitteln wir gemeinsam mit einer Mordkommission der Polizei Berlin gegen mehrere Tatverdächtige wegen versuchten Mordes und prüfen die Beantragung von Haftbefehlen«, teilte die Berliner Staatsanwaltschaft auf Twitter mit.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, dabei gehe es um Personen, die zur Gruppe der vier Verletzten gehörten. Um wie viele es sich handelt, sagte er nicht. »Wir gehen davon aus, dass sich die Beteiligten kannten«, zitierte die »Süddeutsche Zeitung« einen Polizeisprecher. Am Abend war in der Pressestelle der Berliner Polizei niemand mehr zu erreichen, um diese Information zu bestätigen.

Ein Verletzter im Kanal

Nach derzeitigem Kenntnisstand alarmierten Anwohner gegen vier Uhr in der Nacht die Polizei, die die Schüsse in der Stresemannstraße in unmittelbarer Nähe der SPD-Parteizentrale gehört hatten.

Die Einsatzkräfte fanden dort drei Verletzte. Ein vierter Verletzter war offenbar in den nahen Landwehrkanal gesprungen, aus dem ihn Rettungskräfte herauszogen. Die schwer verletzten Männer im Alter von 30, 30, 39 und 42 Jahren kamen zur Behandlung in Krankenhäuser, wo sie stationär aufgenommen wurden.

Mehrere Dutzend zum Teil schwer bewaffnete Polizeibeamte waren vor Sonnenaufgang im Einsatz. Auch ein Hubschrauber flog über der Hauptstadt. Festnahmen gab es zunächst nicht.

SEK-Einsatz

Am Nachmittag waren SEK-Beamte am Tatort, wie ein Polizeisprecher bestätigte. Sie gingen mit Waffe im Anschlag in ein Gebäude und durchsuchten eine Wohnung, wie ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vor Ort berichtete. Der SEK-Einsatz war nach Angaben der Polizei am späten Nachmittag wieder beendet.

Der Tatort befindet sich augenscheinlich in einer Toreinfahrt an der Stresemannstraße. Die Polizei sperrte den Bereich weiträumig ab. In der Stresemannstraße 23 gegenüber der SPD-Parteizentrale war in einer Tür ein Einschussloch zu sehen, wie der dpa-Fotograf berichtete, nicht weit davon entfernt ein weiteres Einschussloch in einer Glastür.

Icon: Der Spiegel

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