Nachrichten in der Welt


Nachrichten der Welt

Beirut: Dutzende Tote und Tausende Verletzte nach verheerender Explosion

August 05
02:13 2020
Der Hafen von Beirut nach der zweiten Explosion Icon: vergrößern

Der Hafen von Beirut nach der zweiten Explosion

Foto: STR/ AFP

Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

Bei der gewaltigen Explosion in der libanesischen Hauptstadt Beirut sind mindestens 70 Menschen getötet und weitere 3000 verletzt worden. Das teilte das Gesundheitsministerium mit.

Der libanesische Präsident Michel Aoun berief eine Dringlichkeitssitzung des Obersten Verteidigungsrates ein, zudem kündigte er einen zweiwöchigen nationalen Notstand an.

Durch die Wucht der Explosion am Hafen der Küstenstadt gingen Fenster zu Bruch, Straßen waren mit Trümmern und Glasscherben übersät. Große Teile des Hafens wurden vollständig zerstört. Augenzeugen sprachen von Leichen auf den Straßen und Menschen, die unter Trümmern verborgen seien. Die Armee half, Verletzte in Krankenhäuser zu bringen. Bürger wurden aufgerufen, Blut zu spenden.

Unter den Verletzten in Bereit sind auch Mitarbeiter der deutschen Botschaft. Das Gebäude, in dem sich die Botschaft befindet, sei beschädigt worden, teilte das Auswärtige Amt in Berlin darüber hinaus mit. Angesichts der starken Schäden im Stadtgebiet könne zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden, dass weitere deutsche Staatsangehörige unter den Opfern und Verletzten seien, hieß es.

Im Internet kursierten Fotos von zerstörten Fenstern an Wohnhäusern und Trümmern auf den Straßen. Ein Polizist sagte, die Schäden erstreckten sich kilometerweit. Kurz nach der Explosion fielen Telefon und Internet in der Stadt aus. Der Hafen liegt nur wenige Kilometer von der Innenstadt Beiruts entfernt.

Offenbar eingelagertes Material detoniert

Videos zeigen die Wucht der verheerenden Explosion. Eine riesige Staubwolke legte sich über das Hafengebiet.

Die Hintergründe blieben zunächst unklar, teils widersprüchliche Meldungen machten die Runde. Innenminister Mohammed Fahmi sagte, dass nach vorläufigen Informationen hochexplosives Material detoniert sei. Demnach seien die explosiven Güter über Jahre vom Zoll beschlagnahmt und im Hafen eingelagert worden. Darunter soll auch hochexplosives Ammoniumnitrat gewesen sein.

Die Regierung erklärte den Mittwoch zum Tag der nationalen Trauer. Regierungschef Hasan Diab kündigte an, die Verantwortlichen "zur Rechenschaft zu ziehen".

Icon: Der Spiegel

Neueste Beiträge

15:46 “Alle Optionen auf dem Tisch”: Trump verschiebt US-Angriff auf Iran

0 comment Read Full Article