Armin Laschet ist neuer CDU-Chef: Jetzt muss er alle mitnehmen
Icon: vergrößernNeuer CDU-Chef Laschet
Foto: Michael Kappeler / dpa
Er hat es wieder einmal geschafft. Armin Laschet, der ewig Unterschätzte, auch immer wieder Gestrauchelte, steht an diesem Samstag gegen halb zwölf in einer gigantischen Halle der Berliner Messe, die in diesen Tagen zum digitalen Parteitagsstudio umgebaut wurde, und ist neuer CDU-Chef.
Echt jetzt?
Echt jetzt.
Laschet hatte, wenn man ihm das glauben darf, nie Zweifel daran, dass er am Ende zum Nachfolger der scheidenden Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer gewählt werden würde. Der CDU-Politiker war demnach fest von seiner Doppelstrategie überzeugt, die ihn auch zum überraschenden Wahlsieg bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2017 geführt hatte: ruhig bleiben – und auf der Zielgeraden maximal mobilisieren.
Die Umfragen der vergangenen Monate, die ihn meist nur auf Platz drei hinter seinen Konkurrenten Friedrich Merz und Norbert Röttgen sahen? Die Stimmung in der Partei, in der man irgendwann schon beinahe sorgenvoll über den als klarer Favorit gestarteten Kandidaten Laschet sprach? Hat er erfolgreich ignoriert.

