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Alexej Nawalny legte seinen Attentäter herein – und brachte ihn zum Reden

December 21
16:16 2020
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Oppositionspolitiker Nawalny: Im Visier des FSB

Foto: Peter Rigaud / DER SPIEGEL

Am frühen Montagmorgen vergangener Woche tat Alexej Nawalny etwas, was für ein Opfer eines Mordversuchs ungewöhnlich ist. Er rief seine mutmaßlichen Attentäter an.

Es war wenige Stunden, bevor der SPIEGEL nach einer gemeinsamen Recherche mit den Investigativplattformen Bellingcat und The Insider sowie dem US-Nachrichtensender CNN enthüllte, dass es offenbar ein Team aus mindestens acht Agenten des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB war, das den Oppositionspolitiker im August mit dem Nervenkampfstoff Nowitschok vergiftet hat. Nawalny hatte die Ergebnisse der Recherche vor der Veröffentlichung erfahren. Er entschied kurzerhand, die Verdächtigen persönlich zu konfrontieren. Die folgenden Schilderungen basieren auf einem Mitschnitt der Ereignisse.

Zunächst wählte er die Nummer von Michail Schwez, 43, einem der acht FSB-Agenten, die an dem Giftanschlag beteiligt gewesen sein sollen. Nawalny gab sich als Berater von Nikolaj Patruschew aus, dem Chef des russischen Sicherheitsrats. Doch Schwez erkannte Nawalnys Stimme und legte schnell wieder auf.

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