AfD-Machtkampf: Alexander Gaulands Kampfansage
Icon: vergrößernEhrenvorsitzender Gauland: "Ich kann mir Menschen nicht machen"
Michael Kappeler/ DPA
Als Alexander Gauland im letzten Dezember als Parteichef abtrat und zum Ehrenvorsitzenden gewählt wurde, da war er der erste Ex-Vorsitzende der Partei, der nicht aus dem Amt gejagt wurde oder aufgegeben hatte.
Gauland versprach, er werde sich aus dem Ehrenvorsitz ins laufende Geschäft einschalten, sollte die AfD "irgendwann in die falsche Richtung gehen". Bei der aktuellen Führung sei dies allerdings nicht zu erwarten, versicherte er.
Doch Gauland hat sich getäuscht.
Ausgerechnet sein einstiger Mitstreiter an der Parteispitze, der Co-Vorsitzende Jörg Meuthen, sorgte jüngst dafür, dass per Vorstandsbeschluss Andreas Kalbitz aus Gaulands Brandenburger Landesverband seine AfD-Zugehörigkeit verlor. Der Vorwurf: Kalbitz habe die Mitgliedschaft in der neonazistischen HDJ bei seinem Eintritt in die AfD verheimlicht. Neueste Wendung des Kalbitz-Meuthen-Dramas: Am Freitag gab das Berliner Landgericht einem Eilantrag von Kalbitz gegen diese Annullierung seiner Mitgliedschaft statt. Heißt: Der Rechtsaußen kann seine Rechte als Parteimitglied und als Mitglied des Bundesvorstands vorerst wieder ausüben – bis zu einer Entscheidung des Bundesschiedsgerichts der AfD.

