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Annalena Baerbock: Reaktionen auf die grüne Kanzlerkandidatin

April 19
14:06 2021
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Die neue Kanzlerkandidatin der Grünen: Annalena Baerbock

Foto: Sepp Spiegl / imago images/sepp spiegl

Schon vor Ostern war die K-Frage bei den Grünen entschieden. Nun hat die Partei das Ergebnis verkündet: Annalena Baerbock soll die Grünen als Kanzlerkandidatin in den Bundestagswahlkampf führen. Prompt gab es die ersten Gratulationen.

Die Bundestagsvizepräsidentin und frühere Bundesvorsitzende der Grünen, Claudia Roth, begrüßt die Entscheidung und wies die Gefahr einer Spaltung der Grünen zurück. »Es hat sich noch nie so deutlich wie in diesen Krisenzeiten gezeigt, wie sehr Form und Inhalt in der Politik einen Unterschied machen: Wo die einen offene Schlachten austragen, gibt es bei uns ein geregeltes Verfahren, das die gesamte Partei mitträgt«, sagte Roth der »Rheinischen Post«. »Die heutige Entscheidung wurde nicht im Hinterzimmer ausgeklüngelt, sondern sie steht am Ende eines langen Prozesses, bei dem die Vorsitzenden über Jahre Vertrauen gebildet, die Partei integriert und mitgenommen haben«, sagte Roth.

Ähnlich angetan zeigte sich die frühere Bundesvorsitzende und Fraktionsvorsitzende der Partei, Renate Künast. »Ich freue mich sehr, dass wir eine Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock mit ihrer Klarheit und Kompetenz haben. Sie steht für eine Politik, die den Bürgerinnen und Bürgern dient, die Kräfte entfesselt, um das Beste fürs Land zu erreichen. Die Klimaschutz als zentrale Aufgabe sieht und eine neue Art politischer Führung ermöglicht. Und ganz herzlichen Dank an Robert«, sagte sie der »Rheinischen Post«.

Auch SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz beglückwünschte Baerbock. »Ich freue mich auf einen spannenden und fairen Wettstreit um das beste Konzept für die Zukunft unseres Landes«, twitterte der Bundesfinanzminister.

Auch sein Parteikollege Lars Klingbeil gratulierte via Twitter: »Das Rennen ist offen, wir haben Bock.« Er freue sich »auf einen fairen Wettbewerb mit den Grünen um die besten Ideen für die Zukunft«. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz sei bereit, »mal sehen, ob die Union auch noch jemanden findet…«

»Ja, Demokratie lebt vom Wechsel, und Veränderungen sind notwendig«, twittert der Chef der Linksfraktion im Bundestag, Dietmar Bartsch, nach der Entscheidung der Grünen. »Dazu gehört, dass Schluss sein muss mit gebrochenen Wahlversprechen.«

Er freue sich auf den politischen Ideenaustausch im Wahlkampf mit Baerbock, twitterte auch FDP-Chef Christian Lindner. »Jetzt fehlt nur noch die Union, damit es endlich um Inhalte geht: Nie gab es mehr zu tun.«

Habeck erklärt Entscheidung in internem Brief

Grünen-Parteichef Robert Habeck erklärte in einem Brief an die Parteimitglieder, warum nicht er, sondern seine Co-Vorsitzende Baerbock Kanzlerkandidatin der Partei werden soll. Der Brief liegt dem Wirtschaftsmagazin »Business Insider« vor.

Baerbock sei »eine energische, willensstarke Frau, mit einem klaren politischen Kompass«, schreibt demnach Habeck. Die Grünen-Spitzenkandidatin könne »hart in der Sache kämpfen und ist getrieben von dem Verlangen, die Welt zu verändern. Sie bringt die Leidenschaft und – ich würde sagen – Opferbereitschaft mit, diesem Amt alles unterzuordnen«.

Sie und er hätten in den vergangenen drei Jahren Wert auf einen kooperativen Führungsstil gelegt, was den Grünen gutgetan hätte. Jetzt sei man so stark, dass man tatsächlich die Chance hätte, die Wahl zu gewinnen und in das Kanzleramt einzuziehen. »Dabei ist eine paradoxe Situation entstanden: Das, was uns erfolgreich gemacht hat – das gleichberechtigte Zusammenspiel –, hat dazu geführt, dass am Ende eine oder einer zurücktreten muss.« In diesem Fall eben er.

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