Russland und die US-Wahl: Joe Biden kündigt Konsequenzen für Wladimir Putin an
Icon: vergrößernUS-Präsident Joe Biden
Foto: Frank Franklin II/ AP
US-Präsident Joe Biden hat angekündigt, für Wladimir Putin werde es Konsequenzen haben, dass Russland Einfluss auf die Präsidentschaftswahl nehmen wollte, um Donald Trump zum Sieg zu verhelfen. »Er wird einen Preis zahlen«, sagte der US-Präsident in einem Interview mit ABC News. Auf die Frage, was die Konsequenzen sein würden, sagte er: »Sie werden es in Kürze sehen.«
Auf die Frage, ob er Putin für einen Mörder halte, antwortete Biden: »Das tue ich.« Er sagte aber auch, dass es Themen gebe, wo eine Zusammenarbeit im beiderseitigen Interesse liege, zum Beispiel bei der Erneuerung des Start-Abrüstungsvertrags.
Nach Ansicht der US-Geheimdienste hat sich Moskau bei der Wahl im vergangenen Jahr bemüht, Biden zugunsten von Trump zu schaden und Unfrieden im Land zu säen. Putin und seine Regierung hätten die versuchte Einflussnahme »genehmigt und durchgeführt«, hieß es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht aus dem Büro von Geheimdienstkoordinatorin Avril Haines. Russland habe sich 2020 auf Desinformation konzentriert, sich aber im Gegensatz zur Wahl 2016 nicht darum bemüht, die Wahlinfrastruktur in den USA direkt zu untergraben, hieß es.
Moskau wollte »die öffentliche Wahrnehmung der Kandidaten in den USA beeinflussen« und das langfristige Ziel verfolgen, »das Vertrauen in das US-Wahlsystem zu untergraben und die gesellschaftliche Spaltung der Menschen in Amerika zu verstärken«, hieß es. Russland habe einen Wahlsieg Bidens als »nachteilig für russische Interessen« betrachtet. China hingegen habe nicht versucht, die Wahl zu beeinflussen.
Moskau reagierte sofort und scharf auf Bidens Aussagen. »Putin ist unser Präsident und ein Angriff auf ihn ist ein Angriff auf unser Land«, schrieb der Präsident des russischen Unterhauses, Wjatscheslaw Wolodin, im Onlinedienst Telegram. Der einflussreiche Putin-Vertraute fügte mit Blick auf die Biden-Äußerungen hinzu: »Das ist Hysterie aufgrund von Machtlosigkeit.«
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