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Verkehrswende auf dem Land: Der Bus kommt nicht – und das ist auch gut so

Bushaltestelle in der Nähe von Wipperfeld (Nordrhein-Westfalen): Um den Nahverkehr steht es in vielen ländlichen Regionen schlecht Icon: vergrößern

Bushaltestelle in der Nähe von Wipperfeld (Nordrhein-Westfalen): Um den Nahverkehr steht es in vielen ländlichen Regionen schlecht

Foto: Manngold / imago images

Es ist ein offenes Geheimnis, dass Andreas Scheuer Autofan ist. »Durch Andis Adern fließt Superbenzin«, sagte einst sein CSU-Parteifreund und Amtsvorgänger Peter Ramsauer.

Umso erstaunlicher, dass das von Scheuer geführte Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur ein Forschungsvorhaben fördert, bei dem es um »ein Leben ohne eigenes Auto« geht: »Per Algorithmus über die Dörfer«, so der etwas kryptische Titel der noch unveröffentlichten Studie. Eine Brandenburger Forschergruppe, die sich selbst als »Think & Do Tank für das Landleben im 21. Jahrhundert« bezeichnet und Neuland21 heißt, hat die Expertise angefertigt – im Auftrag des Landkreises Potsdam-Mittelmark, finanziert von Scheuers Bundesverkehrsministerium.

Für den Minister sind freilich nicht alle Erkenntnisse der Studie schmeichelhaft.

Es geht um die Mobilität der in ländlichen Räumen lebenden Menschen, mehr als jeder Fünfte wohnt dort. Die Einwohnerdichte ist gering, die nächste Groß- oder Mittelstadt oft weit entfernt – und als wichtigstes Transportmittel herrscht unangefochten der private Pkw.