Friedrich Merz erwägt Kandidatur für den Bundestag: Angriff aus dem Sauerland
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Foto: Bernd von Jutrczenka / picture alliance
Als Friedrich Merz im Sauerland seine politische Offensive startet, ist er 38 Jahre alt. Es ist der 16. Oktober 1994, der Tag der Bundestagswahl. Sicher, Merz saß zuvor bereits einige Jahre im Europaparlament. Doch erst dann nimmt seine Karriere richtig Fahrt auf.
54,3 Prozent der Erststimmen holt Merz im nordrhein-westfälischen Hochsauerlandkreis. Es wird ein Triumphzug nach Bonn, wo seinerzeit noch Helmut Kohl regiert. Dreimal verteidigt Merz seinen Wahlkreis. Er entwickelt sich zu einem der führenden Finanzexperten der Union, wird sogar Fraktionschef.
All das ist lange her. Doch am 26. September steht wieder eine Bundestagswahl an. Für Merz, heute 65, könnte es das Datum seines großen Comebacks sein – vom Sauerland ins Machtzentrum der Republik. Wieder einmal.
Vieles deutet darauf hin, dass Merz genau daran arbeitet: an einem Comeback, das viele nicht mehr für möglich gehalten haben, nach all den Schlappen und Pleiten der vergangenen Jahre. Zweimal wollte Merz CDU-Chef werden, zweimal musste er sich geschlagen geben. Erst Annegret Kramp-Karrenbauer, im Januar dann Armin Laschet.

