Impeachment: Donald Trump kann auf einen Freispruch hoffen
Icon: vergrößernDer frühere US-Präsident Donald Trump hat in seiner Partei weiterhin viele Unterstützer
Foto: ANDREW CABALLERO-REYNOLDS / AFP
Der Rechtsanwalt Michael van der Veen gehört zu der Art amerikanischer Verteidiger, die häufig auf großen Plakaten an Highways ihre Dienste anbieten. Für gewöhnlich geht er für die Opfer von Verkehrsunfällen vor Gericht.
Unlängst erstritt der Jurist aus Pennsylvania für einen Radfahrer, der von einem Auto angefahren worden war, stolze zehn Millionen Dollar Schadensersatz. Auf seiner Website wirbt er mit dem Slogan »Bekannt aus der Zeitung (…) und aus dem Fernsehen«.
Nun steht van der Veen plötzlich auf der wohl größten Bühne, die das Land derzeit zu bieten hat. Im Impeachment-Verfahren vor dem US-Senat in Washington verteidigt er Ex-Präsident Donald Trump. Zusammen mit zwei anderen Trump-Anwälten tut er das, was er am besten kann. Er stellt den Ex-Präsidenten als unschuldiges Opfer eines schrecklichen Unfalls dar.
Donald Trump trage für die Vorkommnisse am US-Kapitol am 6. Januar keinerlei Verantwortung, macht van der Veen mit Empörung in der Stimme deutlich. »Zu behaupten, der Präsident habe einen Aufruhr auslösen wollen, ist eine monströse Lüge.«

